„Zusammenwachsen der Vereine und guten Fußball spielen“ lautete der Plan der SG Sachsen/Windsbach vor der abgelaufenen Saison. Schließlich hatten der FC Sachsen und der TSV Windsbach ihre Spielgemeinschaft soeben erst gegründet. Am Ende stand die Meisterschaft in der Kreisklasse und der Aufstieg in die Kreisliga.
„Wir wollten als Spielgemeinschaft zusammenwachsen und erst einmal eine gute Stimmung in den beiden Mannschaften haben“, sagt Michael Geißelbrecht vom FC Sachsen, der zusammen mit dem Windsbacher Kevin Pulst die Position des Spielleiters bekleidet. „Da die beiden Vereine erst vor der Saison zusammengefügt wurden, hatten viele Spieler noch nie zusammengespielt und wir wussten nicht, wo wir stehen. Daher sind wir ohne das Ziel einer konkreten Platzierung in die Saison gegangen.“
Doch schon nach dem 2. Spieltag stand die SG auf Tabellenplatz eins. Dem 5:0-Auftaktsieg beim TSV Lehrberg ließ die Mannschaft ein 4:0 zuhause gegen die SG Hohlach/Adelshofen folgen. Früh deutete sich an, dass nicht nur die Offensive gut funktionierte, sondern sich vor allem der Defensivverbund bereits hervorragend zusammengefügt hatte. Am Ende der Saison standen in 24 Spielen ganze 16 Gegentore zu Buche.
Die Konkurrenz in der Kreisklasse 2 war jedoch stark. Nach zwei Niederlagen in Rothenburg (2:3) und in Marktbergel (0:3) waren die Sachsener und Windsbacher nach dem 6. Spieltag nur noch auf Rang drei. „Wir hatten ein paar schwerere Verletzungen, die ebenso wie diese Niederlagen ein kleiner Rückschlag waren,“ sagt Geißelbrecht. „Danach haben wir uns aber sehr gut wieder gefangen“, was weitere sieben Siege bis zur Winterpause untermauern.
So arbeitete sich die SG wieder auf Platz zwei vor, ganz vorne stand der TSV Marktbergel. Im neuen Jahr lief es mit weiteren fünf Dreiern am Stück, darunter ein 2:1 im Rückspiel gegen die Bergeler, dann richtig gut. Nach diesem Sieg glaubte man bei der SG auch selbst an den Aufstieg, „da wir es ab diesem Zeitpunkt komplett selbst in der Hand hatten“. Nur noch ein einziges Mal gab die Mannschaft Punkte ab. Doch das 0:3 beim Dritten in Dietenhofen gefährdete die Tabellenführung nicht mehr.
Weil der Verfolger aus Marktbergel aber bis zum Schluss nicht locker ließ, konnte trotz der 21 Siege in 24 Spielen erst am letzten Spieltag in Großhaslach die Meisterschaft gefeiert werden. Den Ausschlag dafür gab unter dem Strich die mannschaftliche Geschlossenheit. „Bei Ausfällen einzelner Spieler ist immer wieder ein Teamkamerad in die Bresche gesprungen“, zeugt von dieser Ausgeglichenheit auch die Anzahl der verschiedenen Torschützen. Hinter den Toptorjägern Yannick Böhmländer (22 Tore) und Marc Pulst (16), die zusammen exakt die Hälfte aller Treffer erzielten, trugen sich 15 weitere Spieler in die Torschützenliste ein.
Einen sehr großen Anteil am Erfolg hatten für den Teammanager die beiden Trainer Sedat und Cihan Findik, „die alles aus der Mannschaft rausgeholt haben“. Das Brüderpaar verlässt die SG allerdings aus beruflichen Gründen. Für die neue Saison in der Kreisliga wurde mit Sebastian Mechnik und Raul Crisan wieder ein Trainerteam verpflichtet. Auch in der Mannschaft wird es wohl das ein oder andere Karriereende geben, die wenigen Abgänge sollen durch Neuzugänge ersetzt werden. „Wir sind mit ein paar potentiellen Kandidaten im Gespräch, Ziel ist, den Aufstiegskader nur punktuell zu verstärken“, so Geißelbrecht.
In der Sommerpause sei aber auch wichtig, die Füße hochzulegen und den Kopf frei zu bekommen. „Das ein oder andere Bier wird mit Sicherheit auch noch getrunken werden.“ Danach fühlt sich die so schnell zusammengewachsene Gemeinschaft auch für die höchste Liga im Kreis gerüstet. „Wir wollen in der Kreisliga ankommen und erfolgreichen Fußball spielen. Das primäre Ziel ist der Klassenerhalt.“