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Veröffentlicht am 06.02.2026 11:01

Saubere Sache für die Lunge: Werkstattstaubsauger im Test

Zehn Werkstattsauger hat „selbst.de“ getestet - darunter fünf Geräte mit Netzteil und fünf mit Akku. (Foto: Michael Müller-Münker/selbst ist der Mann/dpa-tmn)
Zehn Werkstattsauger hat „selbst.de“ getestet - darunter fünf Geräte mit Netzteil und fünf mit Akku. (Foto: Michael Müller-Münker/selbst ist der Mann/dpa-tmn)
Zehn Werkstattsauger hat „selbst.de“ getestet - darunter fünf Geräte mit Netzteil und fünf mit Akku. (Foto: Michael Müller-Münker/selbst ist der Mann/dpa-tmn)

Wo gehobelt wird, fallen Späne und viel Staub. Was harmlos klingt, kann unter Umständen die Gesundheit gefährden: Der Staub einiger Hölzer wie etwa Palisander oder Abachi kann allergische Reaktionen der Haut oder der Atemwege hervorrufen, schreibt die Berufsgenossenschaft Holz und Metall.

Nicht nur der Staub bei Asbest oder mineralischen Fasern gefährdet die Gesundheit. Auch der feine Staub von Harthölzern steht im Verdacht krebserregend zu sein. Darauf macht die Zeitschrift „selbst ist der Mann“ (Ausgabe März 2026) aufmerksam.

Wer sich schützen will, trägt beim Heimwerken am besten eine Staubmaske, mindestens FFP2, raten die Experten. Zudem können Werkstattstaubsauger helfen, die Staubbelastung im Raum zu reduzieren - im Idealfall saugen sie Staub schon ab, während man werkelt. Zehn solcher Geräte hat „selbst.de“ gerade getestet - darunter fünf Sauger mit Netzteil und fünf mit Akku. 

Wie haben die Geräte abgeschnitten?

Alle Geräte im Test bekamen die Note „gut“. Dennoch gibt es große Unterschiede, wenn man auf die Details achtet. Das beginnt schon beim Preis: 

  • Die Werkstattsauger mit Netzteil kosteten zwischen 300 und 1054 Euro.
  • Die Geräte ohne Kabel gab es ab 219 Euro - mit zwei Akkus und Ladegerät kosteten die getesteten Modelle insgesamt zwischen 360 und 2412 Euro.

Auch die Leistung der Geräte war sehr unterschiedlich - und für welche Staubklassen sie vorgesehen sind. Solche Staubklassen beschreiben, wie gesundheitsgefährdend der Staub ist. Es gibt folgende Klassen: 

  • L steht für leicht gefährlich, also Hausstaub, Erde, Kalk
  • M steht für mittel gefährlich, also Holzstaub, Quarzanteile, Farben
  • H steht für hochgefährlich, also etwa Asbest, Schimmelsporen, Blei 

Im Test erfüllten alle Geräte mit Netzteil die Staubklasse M - dabei hebt „selbst.de“ als Testsieger das Gerät von Stihl (SE 133 ME) besonders hervor. Und als Preis-Tipp den Sauger von Parkside (PPWD 30 B2), der als einziger sogar die höhere Staubklasse H erfüllte. 

Bei den Akku-Geräten variierten die Staubklassen stark, was einen direkten Vergleich der Modelle schwierig machte. Der Testsieger hatte die Staubklasse M und ist laut „selbst.de“ für den Dauereinsatz gemacht: Das Modell von Makita (VC006GMZ01) war aber auch das teuerste Gerät im Test - mit 1516 Euro ohne Akkus und Ladegerät.

Bei den Akku-Geräten gab es zwei Kandidaten beim Preis-Tipp: ein Modell für 220 Euro von Einhell (TP-VC 36/30 S Auto) sowie ein Modell für 360 Euro von Kärcher (WD 4-18 Dual) - jeweils ohne Akku und Ladegerät. Da beide Geräte jedoch keine Angaben zu den Staubklassen haben, sind sie den Experten zufolge eher für den gelegentlichen Einsatz gedacht.

Was muss ich vor dem Kauf wissen?

Wer sich einen Werkstattsauger kaufen will, sollte sich unter anderem überlegen: Wie oft kommt das Gerät zum Einsatz und wofür? Dabei kann man auf die jeweilige Stauklasse achten. Entscheidend ist aber etwa auch, ob das Gerät häufig Flüssigkeiten aufsaugen soll. Dann kommt es auf das Volumen des Behälters besonders an, so „selbst ist der Mann“.

Weitere Kriterien sind, etwa: Wie laut das Gerät bei seinem Einsatz ist, wie beweglich und saugstark das Modell ist und wie problemlos sich etwa der Staubfilter wechseln lässt. Zwei Akku-Geräte im Test haben den Filter während der Arbeiten automatisch gereinigt - das ist praktisch. Ist der Staub sehr fein und der Filter nicht passend, kann sich dieser hingegen schnell zusetzen. 

Mit Akku oder mit Netzteil? 

Geräte ohne Kabel sind auf den ersten Blick praktisch. Bei den getesteten Modellen waren die Saug-Resultate insgesamt auch bei allen gut. Dennoch sollten Käufer darauf achten, wie viel Energie Akku-Geräte bei ihrem Einsatz verbrauchen - bei einem Modell im Test waren es hohe Mengen, bis zu 576 Wattstunden. 

Der Vorteil von Geräten mit Kabeln: Sie verfügen über eine sogenannte Automatik-Steckdose. Dadurch wird der Sauger zeitgleich gestartet oder beendet, wie das damit gekoppelte Werkzeug - so wird der Staub direkt beim Arbeiten absaugen und die Werkstatt bleibt sauberer. 

Bei den Akku-Geräten wurde diese Funktion technisch anders umgesetzt. Den Sauger von Parkside kann man etwa mit Hilfe einer Fernbedienung zeitgleich an- und ausschalten. Letztlich also auch etwas Geschmackssache, welche Bedingung Nutzern da mehr zusagt. 

Noch ein Tipp: Wer sich für einen Sauger mit Netzteil entscheidet, sollte ausprobieren, wie einfach sich das Kabel abwickeln lässt und wie lang es ist.

© dpa-infocom, dpa:260206-930-650621/1


Von dpa
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