In Bayern muss am Donnerstag noch einmal mit teils ergiebigen Schneefällen gerechnet werden. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtete, sollen die Niederschläge von Südwesten aus über den Freistaat ziehen. Im Laufe des Tages werde verbreitet bis zu fünf Zentimeter Schnee fallen, im Alpenvorland kann es bis zu zehn Zentimeter geben. In einigen Teilen des Allgäus könnte binnen 24 Stunden auch noch mehr Schnee fallen - 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee seien möglich.
In Würzburg wurde der Busverkehr am Morgen teilweise eingestellt, weil einige Strecken mit Gefälle nicht befahrbar waren.
Vereinzelt kam es am Morgen auf glatten Straßen zu Unfällen. Auf der Bundesstraße B85 bei Edelsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach kippte nach Polizeiangaben ein Lastwagen auf glatter Fahrbahn um. Die Straße musste - voraussichtlich bis in den Nachmittag hinein - gesperrt werden, weil der Lkw mit schwerem Gerät geborgen werden musste. Der Fahrer wurde leicht verletzt.
Ansonsten blieb es den Einsatzzentralen zufolge zunächst bei vereinzelten Unfällen mit Sachschäden, weil Autos in Gräben oder gegen Verkehrsschilder gerutscht waren. Nach Angaben der Polizeipräsidien in Schwaben kam es im einsetzenden Berufsverkehr vermehrt zu witterungsbedingten Unfällen - bisher ohne schwerere Folgen. Es sei damit zu rechnen, dass es im Laufe des Morgens weitere Unfälle geben könnte.
In Mittelfranken hatte ein Autofahrer allerdings mehr Pech: Nachdem der Wagen in einen Graben gerutscht und gegen einen Baum geprallt war, fiel dieser auf das Auto, wie ein Polizeisprecher sagte. Verletzt wurde dabei nach ersten Erkenntnissen aber niemand.
Auch am Freitag und Samstag kann es wieder glatt werden. Neben weiteren Schneefällen sei auch gefrierender Regen möglich, berichteten die Meteorologen. Die Temperaturen sollen die kommenden Tage weiterhin um den Gefrierpunkt pendeln - etwa zwischen minus sechs und plus fünf Grad.
Nach Angaben des bayerischen Lawinenwarndienstes ist die Lawinengefahr in einigen Gebieten des Allgäus erheblich. Es ist dort Warnstufe drei von fünf erreicht, beispielsweise in den Bergen rund um Oberstdorf. In den meisten Regionen der bayerischen Alpen bleibt das Risiko allerdings darunter und wird als gering oder örtlich mäßig eingestuft.
© dpa-infocom, dpa:260129-930-611931/3