In Schillingsfürst wird weiter vor dem Betreten des Kardinalsgartens gewarnt. Heftige Orkanböen hatten dort vergangene Woche zu Schäden an Bäumen geführt. Weil einzelne Äste oder Stämme instabil sind und jederzeit abbrechen könnten, war für das Areal eine Sperrung verhängt worden, die nach wie vor gilt.
Der neben dem Schlossareal im Nordosten der Oberstadt liegende Park ist normalerweise frei zugänglich. Auch ein Spielplatz befindet sich dort. Wegen der exponierten Lage des Parks waren dessen Baumbestände den um Weihnachten herum wütenden Orkanböen offenbar in besonderer Weise ausgesetzt. Bereits am Tag vor Heiligabend hatte deshalb, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage der Redaktion mitteilte, Bauhofleiter Markus Unger im Rahmen einer Begehung nach Schäden Ausschau gehalten.
Weil er einen umgestürzten Baum und diverse herabgefallene Äste vorfand, fiel im Rathaus die Entscheidung, für den Park umgehend ein offizielles Betretungsverbot zu verhängen. Er habe das mit Blick auf „verkehrsrechtliche Haftungsfragen“ für geboten gehalten, erklärte dazu Bürgermeister Michael Trzybinski.
Da seither noch keine Möglichkeit bestanden habe, wegen der Gefahr des Abbrechens weiterer Stämme oder Äste Vorkehrungen zu treffen, bleibe die Regelung vorläufig in Kraft. Der Bauhofleiter habe in Zusammenhang mit dem Sturmtief weitere potenziell gefährdete Bereiche auf Sicherheitsrisiken hin kontrolliert, unter anderem in den Stadtteilen Ziegelhütte, Schorndorf oder Fischhaus, und nichts Problematisches vorgefunden. Auch die großen Linden am Schlosscafé seien gecheckt worden und „in Ordnung“, so der Rathauschef.