Siebenerin in Oberzenn: Eine Bürokauffrau mit einem Faible für Vermessungen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 19.01.2025 07:00

Siebenerin in Oberzenn: Eine Bürokauffrau mit einem Faible für Vermessungen

Bürgermeister Reiner Hufnagel (Mitte rechts) hat Manuela Geißendörfer als Feldgeschworene vereidigt und Wilhelm Eder (ganz hinten) für sein 35-jähriges Engagement gedankt. Ernst Schwarz (Mitte links) und Gemarkungs-Obmann Leonhard Schuh gratulierten. (Foto: Yvonne Neckermann)
Bürgermeister Reiner Hufnagel (Mitte rechts) hat Manuela Geißendörfer als Feldgeschworene vereidigt und Wilhelm Eder (ganz hinten) für sein 35-jähriges Engagement gedankt. Ernst Schwarz (Mitte links) und Gemarkungs-Obmann Leonhard Schuh gratulierten. (Foto: Yvonne Neckermann)
Bürgermeister Reiner Hufnagel (Mitte rechts) hat Manuela Geißendörfer als Feldgeschworene vereidigt und Wilhelm Eder (ganz hinten) für sein 35-jähriges Engagement gedankt. Ernst Schwarz (Mitte links) und Gemarkungs-Obmann Leonhard Schuh gratulierten. (Foto: Yvonne Neckermann)

Der stellvertretende Vorsitzende der Feldgeschworenen-Vereinigung Bad Windsheim und Umgebung, Ernst Schwarz, hat die Vereidigung der neuen Siebenerin für die Gemarkung Unternzenn, Brachbach und Esbach, Manuela Geißendörfer, genutzt, um ein engagiertes Plädoyer für die Förderung dieses Ehrenamts zu halten.

Als Hüter der Abmessungen unterstützen die Feldgeschworenen, auch Siebener genannt, vor Ort die Vermessungsämter. Zu ihren Aufgaben gehört das Setzen der Grenzsteine. Theoretisch könne diese Tätigkeit natürlich eine staatliche Behörde übernehmen. Aber mit einer Aufwandsentschädigung von aktuell 15 Euro in der Stunde seien die Feldgeschworenen deutlich günstiger als alle ihm bekannten Alternativen. Der Arbeitsaufwand sei durchaus nicht zu unterschätzen. „Allein bei der Auflösung des Oberaltenbernheimer Rechtlerwaldes wurden 600 Marksteine versetzt. Wir sparen der Allgemeinheit also viel Geld.“ Die in der Öffentlichkeit vermehrt diskutierte Frage, „ob es die Siebener überhaupt noch braucht“, könne er also mit einem eindeutigen Ja beantworten.

Friedliches Zusammenleben

Dies bestätigte Bürgermeister Reiner Hufnagel (FWG). „Die Siebener leisten einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben und genießen bei uns hohes Ansehen.“ Hufnagel vereidigte die neue Feldgeschworene Manuela Geißendörfer. Die 49-jährige Bürokauffrau und Nebenerwerbslandwirtin aus Esbach ist in Obernzenn erst die zweite Frau im Kreise der Siebener. Da sie ehrenamtlich aktiv ist und sich unter anderem bei den Landfrauen als zweite Ortsbäuerin im Oberen Zenngrund und im Kirchenvorstand engagiert, sprachen die Feldgeschworenen sie an, als ein Neuzugang gesucht wurde. „Ich empfinde es als Ehre und bin stolz darauf, die zweite Siebenerin zu sein. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass mir die Aufgabe sehr viel Spaß machen wird.“ Schließlich sei sie gern in der Natur unterwegs.

Sie folgt Wilhelm Eder nach, dem Hufnagel, die Feldgeschworenen-Vereinigung und der Gemeinderat für 35 Jahre gewissenhafte Erfüllung der Siebener-Amtspflichten und 20 Jahre als Obmann für die Gemarkung Unternzenn, Brachbach und Esbach ausdrücklichen Dank aussprachen.


Von Yvonne Neckermann
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