Heute gibt es sie etwa mit Infrarot zum Messen auf der Stirn oder im Ohr. Doch in manchem Haushalt mögen sich auch noch ganz alte Fieberthermometer finden: Exemplare mit dem giftigen Schwermetall Quecksilber.
Ein solches sorgte etwa kürzlich für einen Polizei- und Feuerwehreinsatz in Bayern: Dort hatte ein Junge ein quecksilberhaltiges Exemplar in den vorgeheizten Ofen gesteckt, um Fieber vorzutäuschen. Das Ergebnis: ein explodiertes Thermometer und ein nicht mehr nutzbarer Ofen – immerhin ohne Verletzte.
In den Ofen gehören die Thermometer mit dem giftigen Schwermetall also schon mal nicht, klar. Im Hausmüll haben sie aber auch nichts verloren, will man sie entsorgen.
„Quecksilberthermometer oder andere Produkte mit Quecksilber gehören zur Schadstoffannahmestelle beim Entsorger“, erklärt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Entweder ist das auf einem Wertstoffhof und in manchen Kommunen auch beim Schadstoffmobil.“
Und dahin sollte man die Thermometer auch tatsächlich besser bringen, statt sie einfach weiterzunutzen. So werden Vorfälle, wie der oben geschilderte verhindert und die Quecksilberbelastung von Mensch und Umwelt gesenkt. Hinzu kommt, „dass moderne digitale Fieberthermometer auch viel schneller messen“, so Verbraucherschützer Heldt.
Übrigens: Ist Ihnen ein Thermometer mit Quecksilber zerbrochen, sollten Sie den Raum gut lüften, Gummihandschuhe anziehen, Reste mit einem geknickten Papier und Pulver mit einem Klebeband aufnehmen. Nun das Ganze in ein Schraubdeckelglas geben, Deckel verschließen - und ab damit zum Schadstoffmobil. Auf Staubsaugen verzichtet man hingegen besser. Das könnte das Quecksilber in der Luft verteilen.
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