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Veröffentlicht am 16.01.2026 07:07, aktualisiert am 16.01.2026 15:05

Vermisster Achtjähriger zuletzt in Obhut des Jugendamts

Die Schule des vermissten Jungen in Frankfurt. (Foto: Andreas Arnold/dpa)
Die Schule des vermissten Jungen in Frankfurt. (Foto: Andreas Arnold/dpa)
Die Schule des vermissten Jungen in Frankfurt. (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Der vermisste Achtjährige aus Frankfurt am Main hat zuletzt nicht bei seiner Familie gelebt. Die Stadt Frankfurt habe den Jungen im Herbst 2025 auf richterlichen Beschluss hin in Obhut genommen, teilte ein Sprecher des Sozialdezernats auf Anfrage mit. Diese Maßnahme bedeutet die vorübergehende Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie. Das Jugendamt ordnet dies an, um das Kindeswohl sicherzustellen. 

Die Polizei hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Ermittlungen im familiären Umfeld des Jungen intensiviert würden. Grund seien unter anderem diverse Hinweise, sagte ein Sprecher. Es werde alles abgeprüft, was die Familie betreffe. 

Weitere Auskünfte gab die Polizei hierzu nicht. Das Sozialdezernat erklärte, man stehe mit den Ermittlungsbehörden im engen Kontakt und unterstütze deren Ermittlungen vollumfänglich. 

Ranzen in der Nähe der Schule gefunden

Der achtjährige Noah war am Mittwochmorgen laut Polizei an der Weißfrauenschule im Bahnhofsviertel abgesetzt worden und ist seither verschwunden. Seitdem wird nach ihm gesucht; auch ein Hubschrauber und Polizeiboote waren dazu im Einsatz. In der Nähe der Schule wurde der Ranzen des Jungen gefunden.

Noah war laut Polizei von einem Fahrdienst an der Schule abgesetzt worden. Die Hintergründe dazu blieben zunächst unklar. Zur persönlichen und familiären Situation wolle sich die Polizei nicht äußern, sagte der Polizeisprecher. 

Es handelt sich um eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprachheilförderung. Die Polizei gab dazu keine weiteren Details bekannt, erklärte aber, der Achtjährige sei in der Lage, sich auszudrücken und zu kommunizieren.

Auf der Suche nach Noah wertet die Polizei den Angaben zufolge weiter Hinweise, Fotos und Videos der Bevölkerung aus. Mögliche Zeugen würden befragt. 

Suche mit Hilfe Künstlicher Intelligenz

Hoffnung setzen die Ermittler auf die Videoüberwachung im Frankfurter Bahnhofsviertel. Dabei wird auch Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Anhaltspunkte zu erlangen. 

Am Donnerstag hatte die Polizei die Suche ausgeweitet, das Schulgelände und die Umgebung wurde erneut durchkämmt, auch Hunde waren dabei im Einsatz. Nach Angaben der Polizei wurde eine dreistellige Zahl von Beamten aufgewandt. Eine private Initiative unterstützte die Polizei mit ihren eigenen Hunden. 

Die Polizei sucht weiter nach Menschen, die den Jungen nach 8.00 Uhr am Mittwoch gesehen haben. Er ist etwa 135 Zentimeter groß und trug eine schwarze Daunenjacke, eine grün-gelb-blaue Pudelmütze und hatte einen blauen Schulranzen mit Astronauten bei sich.

© dpa-infocom, dpa:260116-930-552561/4


Von dpa
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