SV Weinberg knöpft dem Hamburger SV einen Punkt ab | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 06.10.2024 17:00

SV Weinberg knöpft dem Hamburger SV einen Punkt ab

Jubel nach dem zweiten Angriff: Torschützin Solveig Schlitter (zweite von rechts) nimmt die Glückwünsche entgegen. (Foto: Martin Rügner)
Jubel nach dem zweiten Angriff: Torschützin Solveig Schlitter (zweite von rechts) nimmt die Glückwünsche entgegen. (Foto: Martin Rügner)
Jubel nach dem zweiten Angriff: Torschützin Solveig Schlitter (zweite von rechts) nimmt die Glückwünsche entgegen. (Foto: Martin Rügner)

Einen überraschenden Punktgewinn feierten die Frauen des SV Weinberg in der 2. Fußball-Bundesliga. Im Heimspiel gegen den favorisierten Hamburger SV gab es ein 1:1 (1:1)-Unentschieden, das aber auch mit dem Abrutschen auf den 5. Tabellenplatz verbunden war.

Beide Mannschaften zeigten den 250 Zuschauern auf dem Sportgelände des FC Sachsen eine abwechslungsreiche, kampfbetonte und auch mit technischen Kabinettstückchen angereicherte Begegnung.

Vor allem die U-Nationalspielerinnen der Gäste zeigten ihr Können. So die 16-jährige Jonna Maj Wrede, die die SVW-Defensivabteilung vor einige Probleme stellte. Sie war nicht die einzige, auch Lisa Baum (17) und Melina Krüger (18) waren sehr schwer unter Kontrolle zu bekommen und verschafften den Grimm-Schwestern, Anna Horwarth und Leonie Haberäcker unruhige und abwechslungsreiche 90 Minuten.

Optimaler Start für den SVW

Optimal begann für den SV Weinberg die Partie gegen den Favoriten aus dem hohen Norden der Republik. Bereits der zweite Angriff der „Weinberg-Mädels“ führte zum Erfolg. Eine schöne Kombination führte zu Leonie Haberäcker, die als Kapitänin fungierte. Sie steckte durch zu Solveig Schlitter, die aus fünf Metern das Leder erfolgreich über die Torlinie bugsierte.

Die Gäste antworteten auf den frühen Rückstand mit wütenden Angriffen vor allem über ihre Außenbahnspielerinnen Baum und Krüger. Doch fehlte ihnen das richtige Zielwasser oder es stand ihnen mit Franziska Glaser eine Torfrau gegenüber, die ihr Handwerk versteht und auch sehr gute Reflexe ihr eigen nennen darf. Wie zum Beispiel in der 6. Minute, als Meyer per Kopfball nur die Latte traf und beim Nachschuss Jobina Verena Lahr an der prächtig parienden Glaser scheiterte.

In der 18. Minute war aber auch Glaser machtlos. Die SVW-Defensive agierte nicht konsequent genug, Lisa Baum passte scharf nach innen, Christin Meyer reagierte am schnellsten und beförderte das Leder zum Ausgleich ins Netz.

Nach dem Ausgleich kamen ganz starke 20 Minuten der HSV-Frauen mit einer Eckballserie und einigen guten Möglichkeiten. Aber entweder war bei Franziska Glaser Endstation oder die SVW-Defensive bereinigte die Situation. In der restlichen Spielzeit lieferten sich beide Teams eine Partie auf Augenhöhe mit leichten spielerischen Vorteilen für den HSV, aber auch die Weinbergerinnen brauchten sich ob ihrer Ansätze nicht verstecken und hatten den Punkt mehr als verdient.

SV Weinberg: Glaser – Haberäcker, Anna Grimm, Horwarth, Mara Grimm – Hofmann, Eva Wiesinger – Istrefaj (79. Arnold), Ganßer, Schlitter – Wich (72. Pia Schneider).


Von Harald Riegler
north