Tennis-Ass aus Sachsen: Gumbrecht besteht Härtetest für WM | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.02.2023 12:29

Tennis-Ass aus Sachsen: Gumbrecht besteht Härtetest für WM

In guter Frühform: Natali Gumbrecht will im März ihren Titel als Damen-30-Weltmeisterin verteidigen. (Foto: Christian Treffer)
In guter Frühform: Natali Gumbrecht will im März ihren Titel als Damen-30-Weltmeisterin verteidigen. (Foto: Christian Treffer)
In guter Frühform: Natali Gumbrecht will im März ihren Titel als Damen-30-Weltmeisterin verteidigen. (Foto: Christian Treffer)

Der Countdown für die Mission Titelverteidigung bei der Damen-30-Weltmeisterschaft läuft für Tennisspielerin Natali Gumbrecht. Beim ersten Härtetest – den nordbayerischen Aktiven-Wettkämpfen in Würzburg – spielte sich die Sportlerin aus Sachsen bei Ansbach ohne große Matchpraxis auf einen guten dritten Platz.

Obwohl die nordbayerischen Meisterschaften ohne Altersbegrenzung ausgeschrieben waren, glich die Damenkonkurrenz fast schon einem Showdown der Nachwuchs-Asse. „Mit meinen 37 Jahren war ich im Feld die älteste Starterin. Rund 90 Prozent der Teilnehmerinnen kamen aus dem Bereich U18“, so Gumbrecht, der es nach wie vor „viel Freude“ bereitet, die Herausforderung gegen die viel jüngeren Spielerinnen zu suchen. Es sei ein „tolles Gefühl, gegen die ganz Jungen weiterhin mithalten zu können“.

Gumbrecht ist lieber auf dem Sand unterwegs

Und das, obwohl die LK-1-Akteurin am liebsten auf Sand statt auf den sehr schnellen Hallenbelägen zum Racket greift. Doch die WM in der Türkei rückt immer näher und so stellte das Turnier in Unterfranken für Gumbrecht abseits des Berufsalltags einen willkommenen Prüfstein. Matchpraxis auf Turnierebene ist durch kein Training zu ersetzen.

Der Auftakt lief für die topgesetzte Westmittelfränkin einmal mehr nach Maß: Gegen Victoria Maciaszek vom CaM Nürnberg hatte sie das Geschehen wie schon im letzten Sommer zu jeder Zeit im Griff und ging recht zügig als 6:2/6:0-Siegerin vom Platz. Auch das Viertelfinale gegen die 17-jährige, sehr offensiv agierende Lokalmatadorin Kelly Richter (Nr. 231 DTB) schien zunächst eine sichere Sache. Gumbrecht, Nummer 113 der Deutschen Rangliste, hielt mit ihrem erfahrenen, kontrollierten Spiel gut dagegen und holte sich Durchgang eins mit 6:3.

2 Stunden und 40 Minuten zur Entscheidung

Bei einer klaren 5:2-Führung hatte sie dann schon zwei Matchbälle, ehe die Leichtigkeit und sogar noch der Satz mit 6:7 verloren ging. So dauerte es strapaziöse zwei Stunden und 40 Minuten, bis die Regionalligaakteurin des TSV Altenfurt den entscheidenden Match-Tiebreak mit 10:7 für sich entscheiden konnte.

Nach kurzer Regeneration ging es für Natali Gumbrecht am nächsten Morgen gegen ihre aufstrebende und voll im Training stehende junge Teamkollegin Rebeka Svabikova (DTB 228) um den Einzug ins Finale. Im ersten Satz agierte sie gegen das knallharte Spiel ihrer 15-jährigen Kontrahentin etwas zu passiv und musste mit 3:6 passen. Dann traute sich die Damen-30-Weltmeisterin mehr zu, ging in die Offensive und konterte ebenfalls mit einem 6:3.

Der Match-Tiebreak verlief bis zum 5:5 absolut ausgeglichen, ehe beim Stand von 5:6 ein Gewinnschlag von Svabikova noch die Linie kratzte und letztlich für die Entscheidung sorgte. Svabikova war nun nicht mehr zu stoppen und holte sich mit 10:6 den Sieg.

Bei Weltmeisterschaft vielfältig im Einsatz

Für Gumbrecht heißt es in den nächsten Wochen, weitere Matchpraxis und Selbstbewusstsein auf Wettkampfebene zu sammeln, ehe Mitte März die Koffer gepackt werden und es vom 19. bis 24. März ins türkische Manavgat zu den Weltmeisterschaften der Damen 30 und 35 geht. Natürlich hat sich die motivierte Spitzenspielerin das Ziel gesteckt, ihren WM-Titel bei den Damen 30 zu verteidigen und die deutschen Farben auch wieder im Doppel, Mixed und mit der Mannschaft erfolgreich zu repräsentieren.

Dass beim internationalen Event auch wieder auf ihrem Lieblingsbelag Sand gespielt wird, steigert die Vorfreude von Gumbrecht sicher weiter – die Vorzeichen für das erneute WM-Abenteuer stehen also gut.


Von Christian Treffer
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