Der Ansatz ist fettig, doch zum Haarewaschen fehlt die Zeit? Dann ist Trockenshampoo die Rettung. Das Grundprinzip: Das feine Pulver, das meist auf Maisstärke basiert, nimmt während der kurzen Einwirkzeit das überschüssige Fett auf. Dann ausbürsten, die Haare aufschütteln - zack, wieder frisch.
Wer sich im Supermarkt oder in der Drogerie ein neues Trockenshampoo zulegt, schaut aber besser nach, ob unter den Inhaltsstoffen „Talc“ (engl. für Talkum) aufgelistet ist. Von Trockenshampoos mit diesem Mineral rät die Zeitschrift „Öko-Test“ nämlich ab (Ausgabe 2/2026).
Der Grund: „Öko-Test“ zufolge war der Stoff vor einigen Jahren aufgrund möglicher Verunreinigungen mit Asbest, das als krebserregend gilt, in die Kritik geraten.
2024 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung dann selbst asbestfreies Talkum als „wahrscheinlich krebserregend“ für Menschen ein. Zieht auch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) mit dieser Bewertung nach, würde dies das Aus für den Stoff in Kosmetik bedeuten. Noch ist aber nicht klar, wann die Behörde über die Neueinstufung von Talkum entscheiden wird.
Immerhin: Der Großteil der Trockenshampoos, die „Öko-Test“ unter die Lupe genommen hat, kommt ohne Talkum aus. Gerade einmal 3 der 26 getesteten enthalten den Stoff - darunter zwei Naturkosmetik-Produkte. Verunreinigungen mit Asbest gibt es dabei nicht.
Die große Mehrheit der Trockenshampoos kann in Sachen Inhaltsstoffe überzeugen, 19 schneiden mit der Note „sehr gut“ ab. Dazu zählen auch die Produkte der Eigenmarken von Drogerien und Discountern.
Neben Talkum stießen die Testerinnen und Tester aber stellenweise auf weitere bedenkliche Stoffe:
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