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Veröffentlicht am 02.02.2023 15:13

TSV Neustadt erhält Geld von der Stadt für Kunstrasen

Der große weiße (Sand)fleck am unteren Bildrand wird bald grün: Nachdem der Stadtrand dem TSV einen Zuschuss für ein Kunstrasenfeld zugesagt hat, soll dieses voraussichtlich ab dem Jahr 2024 auf dem Gelände des größten Neustädter Sportvereins anstelle des jetzigen Sandplatzes gebaut werden. (Quelle: Landesamt für Vermessung)
Der große weiße (Sand)fleck am unteren Bildrand wird bald grün: Nachdem der Stadtrand dem TSV einen Zuschuss für ein Kunstrasenfeld zugesagt hat, soll dieses voraussichtlich ab dem Jahr 2024 auf dem Gelände des größten Neustädter Sportvereins anstelle des jetzigen Sandplatzes gebaut werden. (Quelle: Landesamt für Vermessung)
Der große weiße (Sand)fleck am unteren Bildrand wird bald grün: Nachdem der Stadtrand dem TSV einen Zuschuss für ein Kunstrasenfeld zugesagt hat, soll dieses voraussichtlich ab dem Jahr 2024 auf dem Gelände des größten Neustädter Sportvereins anstelle des jetzigen Sandplatzes gebaut werden. (Quelle: Landesamt für Vermessung)

Der TSV Neustadt bekommt für sein geplantes Kunstrasenprojekt einen städtischen Zuschuss in Höhe von maximal 250.000 Euro. Das erklärten Bürgermeister Klaus Meier und geschäftsführender Beamter Rigobert Pfister im Anschluss an den nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Neustädter Stadtratssitzung.

Wie Pfister erläuterte, sei die Abstimmung mit 16:5 zugunsten des TSV-Projekts ausgefallen. Seitens der Befürworter – zu denen auch der Bürgermeister zählt – seien vor allem die Förderung des Kinder-, Jugend- und Breitensports, aber auch die fehlenden Hallenkapazitäten genannt worden. „Das war für mich ein ganz wesentlicher Punkt“, so Klaus Meier. „Wir sind ja dankbar, dass uns der Landkreis seine Hallen (am Schulzentrum; Anm. d. Red.) zur Nutzung überlässt, aber selbst mit denen und der Markgrafenhalle können wir den Bedarf nicht mehr decken.“

Training auf Kunstrasenplatz auch im Winter

Mit dem vom TSV angepeilten Kunstrasenplatz könnten zumindest die Fußballer ab der C-Jugend bis tief in den Winter hinein draußen trainieren und benötigten keine Hallenzeiten mehr – damit entzerre sich vieles. „Eine neue Halle können wir schließlich jetzt nicht einfach hinsetzen“, so Meier.

Wie Rigobert Pfister erklärte, habe sich der Rat auf folgende Voraussetzungen geeinigt: Ausgezahlt werde der Zuschuss frühestens mit Beginn des Jahres 2024 – abhängig von den vorzulegenden Rechnungen und dem Baufortschritt. Zudem sei die Förderung strikt auf die genannten 250.000 Euro gedeckelt – sollte der Bau des Platzes die kalkulierten Gesamtkosten von 600.000 Euro unterschreiten, werde die städtische Zuwendung entsprechend prozentual reduziert.

Sehr erfreut über das Ergebnis zeigte sich der städtische Sportbeauftragte Alexander Müller (CSU). „Ich habe sehr dafür geworben“, so Müller gegenüber der Redaktion, „denn ich bin der Überzeugung, dass das wirklich Sinn ergibt. Wir wissen alle um die Hallenproblematik und mit diesem Kunstrasenfeld lässt sich die Situation spürbar entspannen, hoffe ich.“ Zwar sei der städtische Betrag natürlich durchaus erheblich, aber „das wird sich in einigen Jahren bereits amortisieren. Es mag jetzt erst einmal lächerlich klingen, aber wenn man beispielsweise den Aufwand für einen weiteren Rasenplatz bedenkt, der viel mehr Betreuung braucht und weiß, dass der Rasenmäher manchmal tagelang unterwegs ist, dann kommt da schnell sehr viel Geld zusammen.“

Euphorische Reaktion aus dem TSV Neustadt

Während sich die TSV-Vereinsvorsitzende Sigrid Becke „vor einer offiziellen Mitteilung der Stadt“ gegenüber der Redaktion noch nicht zum Ergebnis der Abstimmung im Rat äußern wollte, reagierte Fußball-Abteilungsleiter Jan Winkler euphorisch: „Das ist für uns die beste Nachricht seit langem für den Neustädter Fußball.“

Für die Fußballabteilung sei diese Entscheidung wegweisend und „überlebensnotwendig“, um „nicht ständig Kinder an das Umland, wo es bessere Trainings- und Spielbedingungen gibt, zu verlieren“. Für ihn persönlich und seine Mitstreiter im Verein sei dies „eine ganz wichtige Bestätigung für die Arbeit, die wir in den letzten Jahren da reingesteckt haben“. Ausdrücklich danken wolle er in diesem Zusammenhang der Führung des Gesamtvereins – namentlich Sigrid Becke – die „sich dazu entschlossen hat, dieses Projekt gemeinschaftlich zu unterstützen“. Völlig selbstverständlich sei das angesichts der Größenordnung nicht.

Peter Dippold, stellvertretender Vorsitzender des TSV und zuständig für die finanziellen Aspekte, war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Allerdings hatte er zuletzt von einem „absolut belastbaren Finanzierungskonzept“ gesprochen, „sofern die Stadt sich für unseren Zuschuss entscheidet“. Demnach habe der Bayerische Landessportverband bereits eine Beteiligung von 33 Prozent zugesagt, ein weiterer Teil werde von Gönnern und Sponsoren kommen und auch der Verein selbst werde seine Reserven angreifen und eventuell einen Kredit aufnehmen.


Patrick Lauer
Patrick Lauer
Redakteur
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