Schlittschuhlaufen und dabei sogar noch etwas Gutes tun: Im Uffenheimer Schlosspark ist genau das möglich, bei der „Eiszeit“. Die Eislaufbahn ging im Winter 2024/2025 bereits in die dritte Saison – und der Erfolg ist ungebrochen, betont Organisatorin Daniela Rupsch. Hinter dem Projekt stehen die Stadt Uffenheim und der Rotary-Club sowie viele, viele Sponsoren.
Am Dienstag rückte dann auch wieder der Bauhof an, um die Eislaufbahn abzubauen und alles sicher einzulagern. Denn nach der Eisbahn-Saison ist bekanntlich vor der nächsten Eisbahn-Saison. Diese Freizeitmöglichkeit erfüllt exakt ihren Zweck – die Altstadt mit neuem Leben zu füllen. Rupschs Zahlen beweisen das ziemlich deutlich.
Rückblick: Bei der Städtebauförderung gibt es ein Programm für solche Besuchermagneten in den Innenorten. In Uffenheim hatte es schon länger das Bestreben gegeben, mit diesen Fördergeldern ein Projekt umzusetzen, welches die Freizeitaktivitäten im Städtchen sinnvoll ergänzt. Gemeinsam mit den Rotariern fiel seinerzeit der Blick schnell auf eine Eislaufbahn.
Der Fokus rückte schließlich auf ein Exemplar mit extrem glatten Kunststoffplatten, so dass keine energiefressende Kühlung nötig wird. Als großes Gemeinschaftswerk lief die Anschaffung und laufen seitdem auch der Betrieb und die Aufsicht.
In dieser Saison waren vor allem auch die Schulen – die Grundschulen aus Uffenheim und Lipprichhausen, der Offene Ganztag Uffenheim und die Christian-von-Bomhard-Schule – immer wieder vormittags zum Schulsport auf der Eisbahn zu Gast. Insgesamt zeigte der Zähler der Rotarier rund 1000 Schülerinnen und Schüler. „Sport an der frischen Luft im Winter“, sagt Rupsch. Vor Ort erhielten jene Kinder, die keine eigenen Schlittschuhe haben, Exemplare von der Eisbahn geliehen. „Das ist immer erstmal ein Riesenchaos, wenn 30 Schüler gleichzeitig Schlittschuhe brauchen“, sagt die Organisatorin und lacht. Ein spaßiges Chaos.
Insgesamt hatte die Eiszeit in der abgelaufenen Saison 16 Öffnungstage zu bieten – jeweils am Nachmittag von Freitag bis Sonntag. Der Höhepunkt aber war die zweite Auflage der, die sich zum schwer beliebten Spiel und Spaß entwickelt. Die 35 Starterplätze waren schnell vergriffen – und trotz der widrigen Umstände (Eisregen) kamen alle vorbei, sogar mit ihren Fanclubs. Für Turnier Nummer drei 2026 gibt es bereits jetzt Anfragen von Teams.
Und ganz nebenbei kommen auch noch Spenden für den guten Zweck zusammen. Die Startgelder und die Einnahmen aus der Versteigerung einer von Inga Müller motorgesägten Sitzbank mit Faultier erhält die Basketball-Abteilung der SBU. Dort etabliert sich gerade eine große Jugendabteilung.
Die sonstigen Spenden vom Betrieb – insgesamt waren die Rotarier rund 700 Stunden ehrenamtlich vom Aufbau über die Betreuung bis zum Abbau im Einsatz – fließen in Projekte der Region. Daniela Rupsch nennt beispielsweise Gesundheits- und Suchtpräventionsprogramme an Grundschulen, die Wiederansiedlung des Wiedehopfs, den Klimawald Bad Windsheim oder den „Oasentag“ für pflegende Angehörige.
Aber zu dem großen Gemeinschaftswerk gehören natürlich auch Freiwillige, die bei der Bewirtung die Rotarier entlasten. Die Abschlussklassen der CvB haben beispielsweise Waffeln, Crêpes, Glühwein und Punsch verkauft. Auch die Bürgerliste Uffenheim und die SPD standen in der Versorgungshütte. Hinzu kommen zahlreiche Sponsoren. Rupsch: „Fast alle Uffenheimer Firmen unterstützen uns wirklich großartig.“
Der Uffenheimer Rotary-Club ist jetzt schon wieder in neuer sportlicher Mission unterwegs. Für den Bad Windsheimer Weinturmlauf bereitet sich eine Laufgruppe aus Unerfahrenen auf den Zehn-Kilometer-Lauf vor – unter Federführung des Clubs. Im Winter 2025 läuft dann die vierte Eiszeit-Saison an. Feste Fans gibt es schon jetzt, wie ein Blick auf Facebook zeigt. Dort schreibt eine Frau: „Es ist einfach klasse, was ihr da auf die Beine stellt! Gratulation.“