Verletzungsschock überschattet Mainzer Remis in Tschechien | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 12.03.2026 22:56

Verletzungsschock überschattet Mainzer Remis in Tschechien

Der FSV Mainz 05 um William Bøving (r) lieferte sich ein umkämpftes Duell mit Sigma Olmütz. (Foto: Ludìk Peøina/CTK/dpa)
Der FSV Mainz 05 um William Bøving (r) lieferte sich ein umkämpftes Duell mit Sigma Olmütz. (Foto: Ludìk Peøina/CTK/dpa)
Der FSV Mainz 05 um William Bøving (r) lieferte sich ein umkämpftes Duell mit Sigma Olmütz. (Foto: Ludìk Peøina/CTK/dpa)

Der FSV Mainz 05 hat die Chance auf das erste Europapokal-Viertelfinale in der Vereinsgeschichte gewahrt. Der Fußball-Bundesligist trennte sich im Achtelfinal-Hinspiel der Conference League auswärts vom tschechischen Pokalsieger Sigma Olmütz mit einem 0:0. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag (18.45 Uhr) können die Mainzer mit einem Heimsieg den Einzug in die nächste Runde perfekt machen. 

Allerdings musste der FSV eine womöglich schwere Schienbeinverletzung von Winter-Zugang Silas hinnehmen, der Mitte der zweiten Hälfte mit einer Trage vom Platz gebracht wurde.

Sollten die Rheinhessen das Viertelfinale erreichen, würden sie auf den Sieger der Partie zwischen dem kroatischen Club HNK Rijeka und Racing Straßburg aus Frankreich treffen. Das Hinspiel gewann Straßburg 2:1. Schon der Einzug ins Achtelfinale war für die 05er aber eine Europapokal-Premiere.

Heidels Aussagen bewahrheiten sich

Die Mainzer gingen als Favorit in das Duell mit Olmütz. Während der FSV als Siebter der Ligaphase den direkten Einzug ins Achtelfinale schaffte, zog Olmütz mit Platz 24 gerade noch in die Zwischenrunde ein und setzte sich dort überraschend gegen den FC Lausanne-Sport aus der Schweiz durch.

„Eigentlich spielt es für mich keine Rolle, wer da jetzt Favorit ist“, sagte Sportvorstand Christian Heidel dem Streamingdienst RTL+ vor dem Anpfiff und fügte hinzu. „Wir wissen, dass das eine ganz, ganz schwierige Nummer wird.“

Mainzer Führungstor durch Silas zählt nicht

Und Heidel sollte recht behalten. Denn die Gastgeber erwischten in einer ersten Hälfte mit nur ganz wenigen Höhepunkten den besseren Start, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Aus dem Nichts trafen die Mainzer durch Silas in der 24. Minute mit ihrer ersten zwingenden Offensivaktion zur vermeintlichen Führung. Doch wegen einer Abseitsstellung von U21-Vizeeuropameister Paul Nebel zählte das Tor nicht.

Dennoch fand der FSV nun besser in die Partie hinein. Silas zwang den Olmützer Torwart Jan Koutny mit einem Kopfball aus kurzer Distanz zu einem Reflex (32.). Die Schlussphase war wieder von Taktik geprägt. Beide Teams konnten keine Durchschlagskraft entwickeln. Das 0:0 zur Pause war folgerichtig.

Silas-Verletzung überschattet zweite Hälfte

Auch nach dem Seitenwechsel scheuten die 05er das letzte Risiko. Wenn, dann wurde der Bundesligist durch Standards gefährlich. Danny da Costa konnte bei einem Kopfball nach einer Ecke aber nicht den nötigen Druck auf den Ball bringen (59.). Wenige Minuten später verletzte sich Silas, der mit den Händen über dem Kopf auf der Trage abtransportiert wurde.

Die Mainzer mussten sich nach diesem Schock erst einmal schütteln, ehe in der 78. Minute der eingewechselte Nelson Weiper nach Vorarbeit von Nebel mit einem Abschluss aus kurzer Distanz an Koutny scheiterte. In der Schlussphase war Olmütz dem Sieg näher. Auch, weil Daniel Batz (88.) gegen Michal Beran noch einmal glänzend parierte, blieb es beim 0:0. In der Nachspielzeit wurde erneut ein Treffer der Mainzer wegen Abseits zurückgenommen.

© dpa-infocom, dpa:260312-930-809456/1


Von dpa
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