Vinícius Jr. nach neuem Vorfall: „Rassisten sind Feiglinge“ | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 18.02.2026 00:16, aktualisiert am 18.02.2026 09:42

Vinícius Jr. nach neuem Vorfall: „Rassisten sind Feiglinge“

Vinicius Junior (l) von Real Madrid warf Gianluca Prestianni (M) von Benfica Lissabon vor, ihn rassistisch beleidigt zu haben. (Foto: Miguel Lemos/ZUMA Press Wire/dpa)
Vinicius Junior (l) von Real Madrid warf Gianluca Prestianni (M) von Benfica Lissabon vor, ihn rassistisch beleidigt zu haben. (Foto: Miguel Lemos/ZUMA Press Wire/dpa)
Vinicius Junior (l) von Real Madrid warf Gianluca Prestianni (M) von Benfica Lissabon vor, ihn rassistisch beleidigt zu haben. (Foto: Miguel Lemos/ZUMA Press Wire/dpa)

Real-Star Vinícius Junior hat sich nach dem mutmaßlichen Rassismus-Vorfall in Lissabon zu Wort gemeldet und seine Intervention beim Schiedsrichter gerechtfertigt. Der 25-jährige Brasilianer hatte nach dem 1:0-Siegtreffer im Playoff-Hinspiel bei Benfica angegeben, rassistisch beleidigt worden zu sein.

Bei Instagram schrieb der einstige Weltfußballer, er möge es nicht, sich in solchen Situationen zu befinden. „Erst recht nicht nach einem großartigen Sieg, und wenn die Schlagzeilen eigentlich Real Madrid gelten sollten, aber es war notwendig“, erklärte Vinícius Junior.

Prestianni: Niemals jemanden rassistisch beleidigt

Nach seinem sehenswerten Schlenzer zum 1:0 in der 50. Minute jubelte der Offensivspieler zunächst etwas provokant an der Eckfahne und bekam dafür die Gelbe Karte. Darüber äußerte er im Nachhinein sein Unverständnis. Dann legte sich Vinícius Junior mit mehreren Lissabon-Spielern an und lief aufgebracht und wild gestikulierend zu Schiedsrichter Francois Letexier aus Frankreich.

Der argentinische Benfica-Spieler Gianluca Prestianni soll Vinícius Junior zuvor rassistisch beleidigt haben. Der 20-Jährige bestritt dies in einer Stellungnahme auf Instagram: „Ich möchte klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt rassistische Beleidigungen gegen Vinícius Junior gerichtet habe, der leider das, was er zu hören glaubte, falsch interpretiert hat.“ Er sei niemals rassistisch gegenüber irgendjemandem gewesen und bedauere, dass ihn Real-Spieler bedroht hätten.

Mund von Benfica-Profi war nicht zu sehen

Prestianni hatte sich bei der verbalen Auseinandersetzung das Trikot über Mund und Nase gezogen. „Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Trikot in den Mund stopfen, um ihre Schwäche zu demonstrieren“, schrieb Vinícius Junior bei Instagram dazu. „Doch sie genießen den Schutz anderer, die theoretisch zur Bestrafung verpflichtet sind.“

Der Schiedsrichter unterbrach daraufhin sofort die Partie und kreuzte die Arme, um anzuzeigen, dass das Anti-Rassismus-Protokoll der UEFA greift. Erst nach langen Diskussionen, unter anderem mit Lissabons früherem Real-Trainer José Mourinho, ging die Partie weiter. Vinícius Junior wurde fortan bei jeder Ballberührung ausgepfiffen und nahe der Seitenlinie und Eckfahne immer wieder von Gegenständen beworfen. Er sprach von einem schlecht ausgeführten Protokoll, das nichts gebracht habe.

Mourinho: „Glaube weder dem einen noch dem anderen“

Mourinho erklärte nach der Partie, er habe verschiedene Versionen von Vinícius Junior und Prestianni gehört. „Aber ich glaube weder dem einen noch dem anderen. Ich möchte unabhängig sein.“

Auf die Frage, ob Vinícius Junior das Publikum angestachelt habe, antwortete Mourinho: „Ich denke schon. Ich habe ihm gesagt, wenn Du so ein Tor schießt, feiere einfach und gehe zurück.“ Der Portugiese nahm Benfica gegen den Verdacht des Rassismus in Schutz und sagte, er habe Vinícius Junior an den legendären Torjäger Eusebio erinnert: „Der größte Mensch in der Geschichte dieses Clubs war schwarz.“

© dpa-infocom, dpa:260217-930-701098/4


Von dpa
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