Ein „Husarenstück“, so drückte es Headcoach Armin Höfer aus, gelang den Volleyballerinnen des TSV Ansbach. Sie gewannen beim Regionalliga-Tabellenführer VGF Marktredwitz mit 3:2.
Besonders hervorzuheben ist, dass Ansbach verletzungs- und krankheitsbedingt nur mit einem kleinen Kader von acht Spielerinnen nach Oberfranken reisen konnte, wobei Ina Baumann noch leicht angeschlagen war und geschont wurde.
Somit mussten alle übrigen Spielerinnen ohne Auswechslung alle fünf Sätze durchspielen.
Das Team mit Chiara Pauli als Zuspielerin, Thea Jüttner und Anja Scherb auf der Mitte, Dominika Schäfer auf der Diagonalen, Amélie Sommer und Nina Höfer im Außenangriff und Annahme sowie Lea Borsdorf als Libera stellte sich also von selber auf.
Das Septett spielte stark auf. Den ersten Satz dominierte Ansbach regelrecht. Mit druckvollen Aufschlägen und einem soliden und variablen Angriffsspiel aus einer sicheren Annahme heraus ließen die Gäste Marktredwitz kaum zum Zuge kommen.
Der 25:12-Satzsieg war für den TSV zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe, der erst in der Schlussphase mit einem knappen 27:25-Erfolg für Ansbach endete. Nun setzten die Gastgeberinnen Ansbach mit starken Aufschlägen und guten Angriffen mehr unter Druck und gingen im dritten Satz mit 25:20 als Sieger hervor.
Im vierten Satz war Ansbach nah dran am dreifachen Punktgewinn. Doch die Gäste konnten eine 20:16-Führung nicht nach Hause bringen. Die Spielerinnen aus Oberfranken glichen durch ein knappes 26:24 zum 2:2 nach Sätzen aus.
Die Entscheidung fiel also im Tie-Break. Hier ging Ansbach schnell mit 6:2 in Führung.
Diesmal konnte der TSV, im Gegensatz zum vierten Satz, den Vier-Punkte-Vorsprung noch weiter ausbauen und gewann klar mit 15:6.
Höfer kommentierte den Erfolg seiner Mannschaft so: „Wir hatten uns eine sehr mutige Taktik überlegt und unserem Nachwuchs gesagt, dass sie extrem mutig sein müssen. Damit hatte ich die Hoffnung, dass wir uns lange gut verkaufen können. Aber dass das ganze Team dann so ein Husarenstück abliefert und die Taktik derart gut umsetzt, war wirklich beeindruckend. Ich müsste jetzt jede Einzelne über den ,Schelln 7er‘ loben und lasse es damit bei der Teamleistung. Wir haben mit glänzender Block- und Feldabwehr dem wuchtigen Gegner den Zahn gezogen, mit starkem Aufschlagspiel nachgelegt und dank eines sehr klugen Zuspiels im Angriff sehr viel Druck entwickeln können.“
TSV Ansbach: Lea Bomsdorf, Chiara Pauli, Amélie Sommer, Anja Scherb, Thea Jüttner, Nina Hoefer, Dominika Schäfer.