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Veröffentlicht am 24.05.2026 16:21, aktualisiert am 25.05.2026 15:04

Waldbrandgefahr verbreitet hoch - höchste Stufe erwartet

Die Waldbrandgefahr ist in vielen Regionen Bayerns hoch. (Symbolbild) (Foto: Nicolas Armer/dpa)
Die Waldbrandgefahr ist in vielen Regionen Bayerns hoch. (Symbolbild) (Foto: Nicolas Armer/dpa)
Die Waldbrandgefahr ist in vielen Regionen Bayerns hoch. (Symbolbild) (Foto: Nicolas Armer/dpa)

Die Waldbrandgefahr ist in großen Teilen Bayerns hoch. Vor allem in einem breiten Gürtel über der Mitte des Freistaats, aber auch teils deutlich weiter nördlich und südlich stuft der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Gefahr derzeit auf Stufe 4 der fünfstufigen Skala ein. In den kommenden Tagen werden noch weitere Regionen hinzukommen, bis am Mittwoch voraussichtlich fast ganz Bayern betroffen sein wird. Dann dürfte der Prognose zufolge in und um Nürnberg sogar die höchste Warnstufe 5 ausgerufen werden. 

Die hohe Waldbrandgefahr hat Folgen: Die unterfränkische Stadt Lohr am Main etwa hat inzwischen offenes Feuer wegen der akuten Brandgefahr komplett verboten. Das gilt auch für Feuer auf privaten Grundstücken, ausgenommen sind nur Grills. Selbst Grablichter sind nach Angaben der Kommune auf Wiesen sowie in Baum- und Heckennähe nicht erlaubt.

Auch am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen steigt die Anspannung. An dem Berg war Anfang Mai ein Brand ausgebrochen, der nur unter größten Schwierigkeiten gelöscht werden konnte. In dem steilen und unwegsamen Gelände kamen unter anderem Löschhubschrauber zum Einsatz, der Katastrophenfall wurde ausgerufen. Ein Problem waren und sind verborgene Glutnester, die sich im Inneren dicker Bäume, in Wurzelstöcken oder unter der Erde befinden. 

Verhaltensregeln zum Vermeiden von Waldbränden

Damit keine Brände entstehen, hat das Forstministerium Verhaltenshinweise veröffentlicht. Demnach darf zwischen März und Oktober im Wald nicht geraucht werden. Beim Autofahren dürfen keine Zigarettenkippen aus dem Fenster geworfen werden. Im Wald und in Waldnähe sind keine offenen Feuer erlaubt. Und: Autos dürfen nicht auf trockenem Gras parken, denn ein erhitzter Katalysator könnte dort ein Feuer entzünden. 

Grundsätzlich solle man so parken, dass Einsatzfahrzeuge nicht behindert würden, heißt es vom Ministerium. Wer Rauch oder Flammen entdeckt, soll sofort die 112 anrufen. 

In die Bewertung der Waldbrandgefahr fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein. Der Waldbrandgefahrenindex des DWD reicht von Stufe 1 - sehr geringe Gefahr - bis Stufe 5 - sehr hohe Gefahr.

© dpa-infocom, dpa:260524-930-124172/2


Von dpa
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