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Veröffentlicht am 02.05.2026 06:00

Wie Sie Ihren Garten naturnah gestalten und aufwerten

Mit Freude am Werk: Gartenarbeit macht Spaß und vermittelt auch Kindern die Schönheit und Pflege der Natur. (Foto: Pixabay)
Mit Freude am Werk: Gartenarbeit macht Spaß und vermittelt auch Kindern die Schönheit und Pflege der Natur. (Foto: Pixabay)
Mit Freude am Werk: Gartenarbeit macht Spaß und vermittelt auch Kindern die Schönheit und Pflege der Natur. (Foto: Pixabay)

Ein Garten bietet weit mehr als nur Rasen und Beete. Naturnah gestaltet wird er zu einem vielseitigen Lebensraum, der Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen anspricht.

Wasserflächen, Kräutergärten und ein bewusster Umgang mit kleinen Gartenbewohnern tragen dazu bei, den Garten lebendig, abwechslungsreich und zugleich funktional zu gestalten. Auch auf Terrasse oder Balkon lässt sich dieses Prinzip in kleinerem Maßstab umsetzen.

Teiche als zentrales Element im Garten

Teiche gehören zu den beliebtesten Gestaltungselementen im Garten, da sie Struktur schaffen und zugleich zahlreiche Tiere und Pflanzen anziehen. Bereits kleine Grundstücke lassen sich mit einer Fläche von etwa 4–6 m² sinnvoll gestalten, während größere Gärten auch Teiche von rund 25 m² aufnehmen können. Entscheidend ist dabei nicht nur die Größe, sondern auch die Einbindung in die Umgebung. Das Spektrum reicht hier vom Natur- und Badeteich bis zum Pool – Ihr örtlicher Fachbetrieb berät Sie gerne zu allen Möglichkeiten.

Ein gut geplanter Teich verfügt über verschiedene Zonen: flache Uferbereiche, eine geschwungene Linienführung und eine tiefere Stelle von mindestens 80 cm. Diese Vielfalt sorgt für stabile Bedingungen und unterschiedliche Lebensräume im Wasser. Ein halbschattiger Standort ist ideal, da er das Wachstum der Wasserpflanzen reguliert und einer übermäßigen Algenbildung entgegenwirkt.

Da die meisten Gartenböden nicht wasserdicht sind, ist eine Abdichtung notwendig. Heute wird hierfür meist Teichfolie verwendet, alternativ sind auch vorgefertigte Teichschalen möglich. Wichtig ist eine fachgerechte Verarbeitung, damit der Teich natürlich wirkt und keine sichtbaren Folienränder entstehen.

Die Bepflanzung erfolgt je nach Wasserzone. In der Tiefwasserzone kommen beispielsweise Seerosen oder Unterwasserpflanzen wie Wasserpest oder Froschbiss zum Einsatz. Im Uferbereich sorgen Pflanzen wie Sumpfschwertlilie, Rohrkolben oder Froschlöffel für einen natürlichen Übergang zum Garten. Da sich viele Arten schnell ausbreiten, genügen wenige Exemplare.

Durch das Einbringen von etwas Wasser oder Schlamm aus einem bestehenden Naturgewässer kann sich rasch ein stabiles Ökosystem entwickeln. Dabei ist jedoch unbedingt zu beachten, dass geschützte Arten sowie Amphibien nicht entnommen werden dürfen. Auch ein Fischbesatz ist kritisch zu sehen, da er häufig zu Nährstoffüberschuss und verstärkter Algenbildung führt. Bereits nach kurzer Zeit belebt sich der Teich: Libellen nutzen ihn als Jagdrevier, Vögel trinken am Ufer, und bald stellen sich auch Frösche und andere Amphibien ein.

Kräutergarten auf Terrasse und Balkon

Auch auf kleinem Raum lässt sich ein Kräutergarten anlegen, der die Küche das ganze Jahr über mit frischen Kräutern versorgt. Wichtig sind ein heller Standort sowie eine durchdachte Pflanzenauswahl. Optimal ist eine Ausrichtung zwischen Südost und Südwest, da die meisten Kräuter viel Licht benötigen.

Die Auswahl der Kräuter richtet sich nach Platz und Nutzung. Großwüchsige Arten wie Liebstöckel, Engelwurz oder Meerrettich benötigen größere Kübel, während mittelgroße Kräuter wie Salbei, Lavendel, Oregano oder Pfefferminze gut in Töpfen gedeihen. Kleine Arten wie Thymian, Schnittlauch oder Rosmarin eignen sich besonders für kompakte Pflanzgefäße oder Balkonkästen.

Auch die Standortansprüche unterscheiden sich. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei bevorzugen trockene, magere und sonnige Standorte. Feuchtigkeitsliebende Kräuter wie Pfefferminze, Schnittlauch oder Zitronenmelisse benötigen dagegen nährstoffreichere und gleichmäßig feuchte Böden. Eine räumliche Trennung in verschiedene Gefäße erleichtert die Pflege deutlich.

Viele Kräuter werden im Frühjahr als Jungpflanzen gesetzt, da die Aussaat nicht immer zuverlässig gelingt. Einjährige Kräuter wie Basilikum, Dill oder Koriander können im Haus vorgezogen und nach den Eisheiligen ins Freie gesetzt werden. Durch regelmäßige Nachsaaten lässt sich über die gesamte Saison hinweg kontinuierlich ernten.

Da Pflanzen in Töpfen schneller austrocknen, ist eine regelmäßige Wasserversorgung besonders wichtig. Mit etwas Pflege kann von Frühjahr bis Herbst ständig frisches Grün geerntet werden. Viele Kräuter eignen sich zudem zum Trocknen oder Einfrieren und stehen so ganzjährig zur Verfügung.

Ameisen im Garten natürlich behandeln

Ameisen sind ein wichtiger Bestandteil des Gartenökosystems und erfüllen dort nützliche Aufgaben. In vielen Bereichen wie Kompost, Rasen oder unter Gehölzen sind sie unproblematisch und sollten toleriert werden. Problematisch werden sie meist nur auf Wegen, Terrassen oder im Gemüse- und Blumenbeet.

In solchen Fällen empfiehlt sich ein möglichst schonender Umgang. Eine bewährte Methode ist das Umsiedeln: Ein Blumentopf wird über das Nest gestülpt, sodass die Ameisen ihn als neuen Unterschlupf annehmen. Nach einigen Tagen kann der Topf an einen ruhigeren Ort im Garten umgesetzt werden. Zur Vergrämung eignen sich natürliche Mittel wie Lavendel oder Zimt, deren Geruch von Ameisen gemieden wird. Auch Produkte mit ätherischen Ölen können unterstützend eingesetzt werden.
Natur & Garten

Bunte Vielfalt: Im Mai kann man wieder so richtig Leben und Farbe in den Garten bringen. (Foto: Christian Treffer)
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