Der Juni gehört zu den wichtigsten Monaten im Gartenjahr. Das Wachstum vieler Pflanzen erreicht jetzt seinen Höhepunkt, Gemüsebeete müssen gepflegt werden und zahlreiche Kulturen benötigen Aufmerksamkeit.
Gleichzeitig ist dies die ideale Zeit für neue Aussaaten und für besondere Pflanzen, die Balkon und Terrasse bereichern. Mit einigen gezielten Maßnahmen lässt sich die Grundlage für eine gesunde und ertragreiche Gartensaison schaffen.
Auch im Juni lohnt sich die Aussaat vieler Gemüsesorten. Wer über einen längeren Zeitraum frische Erbsen ernten möchte, sollte Markerbsen und Zuckererbsen noch bis Mitte Juli regelmäßig nachsäen. Empfehlenswert sind Folgesaaten im Abstand von etwa zwei Wochen. Dadurch verlängert sich die Erntezeit deutlich.
Damit die Samen schneller keimen, können die Erbsen vor der Aussaat über Nacht in Wasser eingeweicht werden. Die Aussaat erfolgt am besten mindestens fünf Zentimeter tief, damit Vögel die Samen nicht aus dem Boden scharren. In offenen Gärten hat es sich zusätzlich bewährt, die Reihen zunächst mit Reisig oder Draht abzudecken, bis sich die Jungpflanzen kräftig entwickelt haben.
Erbsen wachsen je nach Sorte schnell und erreichen Höhen zwischen einem halben und anderthalb Metern. Deshalb benötigen sie frühzeitig eine stabile Rankhilfe. Besonders bewährt haben sich Reisig oder gespannter Maschendraht. Auch niedrig wachsende Sorten profitieren von einer Stütze, da die Pflanzen bei Wind leicht umknicken können. Während der Blütezeit und der Bildung der Hülsen sollte zudem auf eine gleichmäßige Wasserversorgung geachtet werden, da Trockenheit den Ertrag deutlich mindern kann.
Wer im Sommer zusätzlich etwas Besonderes für Terrasse oder Balkon sucht, findet in Pepinos eine interessante Kübelpflanze. Die ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammenden Früchte erinnern geschmacklich an süße Zuckermelonen, gehören botanisch jedoch zu den Nachtschattengewächsen und sind mit Tomaten oder Paprika verwandt.
Da Pepinos keine kalten Nächte vertragen, werden sie erst jetzt dauerhaft ins Freie gestellt. Ein sonniger und geschützter Standort ist ideal. Die Pflanzen wachsen kräftig und entwickeln lange Triebe, die später zahlreiche Früchte tragen. Deshalb eignen sich größere Kübel besonders gut. Alternativ können Pepinos auch als Ampelpflanzen kultiviert werden.
Während der Sommermonate benötigen die Pflanzen regelmäßig Wasser, allerdings nur mäßige Düngergaben. Zu viel Dünger fördert vor allem das Blattwachstum und reduziert den Fruchtansatz. Ab August entwickeln sich die ersten reifen Früchte. Reif sind sie dann, wenn sich die Grundfarbe der Schale von Grün nach Gelb verändert, die Früchte angenehm duften und auf leichten Druck nachgeben. Gegessen werden sie ähnlich wie Melonen ohne Schale und Kerne.
Mit einer frostfreien und möglichst hellen Überwinterung lassen sich Pepinos über mehrere Jahre kultivieren. Wer den Aufwand geringer halten möchte, kann im Herbst Stecklinge schneiden und daraus neue Pflanzen ziehen.
Besonders im Gemüsebeet treten jetzt verstärkt Probleme durch Schadinsekten auf. Viele Hobbygärtner kennen den Ärger über zerfressenen Kohl, von Maden durchzogene Möhren oder beschädigten Porree. Ursache dafür sind meist verschiedene Fluginsekten, die ihre Eier direkt an den Pflanzen ablegen. Die später schlüpfenden Larven verursachen dann die eigentlichen Fraßschäden.
Während früher häufig chemische Mittel eingesetzt wurden, setzen heute immer mehr Gartenfreunde auf umweltschonende Lösungen. Sehr bewährt haben sich engmaschige Gemüsefliegennetze oder spezielle Vliese. Sie verhindern, dass Kohlfliege, Möhrenfliege, Zwiebelfliege oder Lauchmotte überhaupt an die Kulturen gelangen können. Die Insekten werden praktisch ausgesperrt, bevor sie ihre Eier ablegen.
Moderne Gemüsefliegennetze bieten dabei mehrere Vorteile. Sie sorgen weiterhin für eine gute Belüftung der Pflanzen und ermöglichen auch das Gießen, ohne die Abdeckung entfernen zu müssen. Wichtig ist allerdings, die Netze rechtzeitig anzubringen – möglichst bereits Ende Mai oder Anfang Juni. In den meisten Gärten reicht es aus, gefährdete Kulturen bis Ende August geschützt zu halten.
Besonders Kohlpflanzen profitieren von dieser Maßnahme. Neben der Kohlfliege werden auch Kohlgallenrüssler, Kohldrehherzmücke oder Kohlweißlingsraupen ferngehalten. Auch Möhren, Radieschen, Zwiebeln und Porree lassen sich auf diese Weise wirksam schützen. Der große Vorteil: gesundes Gemüse ohne zusätzlichen Einsatz von Giften und ohne Belastung für die Umwelt.
Der Juni zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig Gartenarbeit sein kann. Mit regelmäßigen Aussaaten, der richtigen Pflege und rechtzeitigem Pflanzenschutz entwickeln sich Gemüsebeete, Balkonkästen und Kübelpflanzen zu einer gesunden und ertragreichen Gartenlandschaft. Ihr Gartenbetrieb des Vertrauens hilft Ihnen gerne bei allen Anliegen mit einer fachkundigen Beratung und einem umfangreichen Angebot an Pflanzen und Zubehör weiter.
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