Zwischen Euphorie und Tränen: Top-Gegner kommt zum Jubiläum zur SpVgg Ansbach | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.04.2025 15:00

Zwischen Euphorie und Tränen: Top-Gegner kommt zum Jubiläum zur SpVgg Ansbach

Freud und Leid in der Regionalliga: Der Neustädter Denis Pfaffenrot (links) jubelt mit Marin Hrgota im Fürther Trikot. Der Ansbacher Abdennour Rhani verletzte sich im Spiel gegen Würzburg schwer. (Foto: Wolfgang Zink, Martin Rügner)
Freud und Leid in der Regionalliga: Der Neustädter Denis Pfaffenrot (links) jubelt mit Marin Hrgota im Fürther Trikot. Der Ansbacher Abdennour Rhani verletzte sich im Spiel gegen Würzburg schwer. (Foto: Wolfgang Zink, Martin Rügner)
Freud und Leid in der Regionalliga: Der Neustädter Denis Pfaffenrot (links) jubelt mit Marin Hrgota im Fürther Trikot. Der Ansbacher Abdennour Rhani verletzte sich im Spiel gegen Würzburg schwer. (Foto: Wolfgang Zink, Martin Rügner)

Im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II am Samstag, 12. April, um 14 Uhr steht der SpVgg Ansbach ein Jubiläum bevor: es ist das 100. Spiel in der vierten Liga. Ob danach Feierstimmung aufkommt, hängt auch an einem Fußballer aus Neustadt.

Denis Pfaffenrot, der vor 20 Jahren in Neustadt an der Aisch geboren wurde und dort wohnt, hat einen Profivertrag beim Kleeblatt und bereits ein paar Einsätze in der zweiten Liga. In diesem Jahr spielt er viel für die Reserve (7. Tabellenplatz/44 Punkte), meist auf der rechten Außenbahn, und wird wohl auch in Ansbach zu sehen sein.

Fürther sieht Platz zwei in Reichweite

„Es läuft wirklich super derzeit. Die Chemie im Team stimmt und das spiegelt sich in den Ergebnissen“, sagt Pfaffenrot, der einst beim FSV Ipsheim mit dem Kicken angefangen hat, „vielleicht schaffen wir es noch auf den zweiten oder dritten Platz nach oben“.

Der ehemalige Fürther Trainer Alexander Zorniger verschaffte Denis Pfaffenrot (rechts) die ersten Einsätze in der zweiten Liga. Hier beim Spiel in Braunschweig. (Foto: Melanie Zink)
Der ehemalige Fürther Trainer Alexander Zorniger verschaffte Denis Pfaffenrot (rechts) die ersten Einsätze in der zweiten Liga. Hier beim Spiel in Braunschweig. (Foto: Melanie Zink)

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In diese Höhen wird die SpVgg Ansbach (11./37) wohl nicht mehr klettern. Für die nullneuner geht es immer noch darum, den Abstand auf die Abstiegszone zu wahren (derzeit sieben Punkte). Ein schönes Polster, aber noch nicht dick genug, um gemütlich darin zu versinken.

Bei der 1:2-Niederlage gegen die Würzburger Kickers unter der Woche wurde eine Lücke in den Ansbacher Kader geschlagen. Abdennour Rhani muss an der Schulter operiert werden.

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Rhani wird wohl nicht mehr spielen

„Das ist das Saisonaus für ihn und eine echte Schwächung für uns. Es tut mir sehr leid für ihn“, sagt Reutelhuber über den Sommer-Neuzugang vom FC Saarbrücken, der sich nach einer langwierigen Verletzung im ersten Saisonhalbjahr gerade erst ins Team gearbeitet hatte. Den Platz des Franzosen in der Verteidigung übernimmt Jonas Bayerlein.

Mit Eric Weeger steht ein weiterer Abwehrspieler vorerst nicht zur Verfügung. „Die Verletzung an der Hand muss operiert werden, das heißt drei bis vier Wochen Pause“, so Reutelhuber.

Diesmal ist Belzner gesperrt

Zu ersetzen ist auch Michael Belzner, der gegen Würzburg die fünfte Gelbe Karte sah. Ein Kandidat für seinen Job als Außenverteidiger wäre Tom Abadjiew, der allerdings wegen einem Eingriff an den Augen außer Gefecht ist. Kapitän Tobias Dietrich kehrt nach abgelaufener Sperre ins Team zurück.

Während die Ansbacher gegen die Würzburger die erste Niederlage in diesem Jahr einstecken mussten, sind die Fürther in sechs Spielen 2025 noch ungeschlagen, besiegten unter anderem Titelanwärter SpVgg Bayreuth (3:1). Zuletzt gab es drei Siege in Folge.

Der Top-Torjäger trifft wieder

Liga-Toptorjäger Daniel Kasper, Sommer-Neuzugang vom Oberligisten Wormatia Worms, ist nach einer Verletzungspause einsatzfähig und erzielte beim 1:1 gegen den FC Schweinfurt seinen 17. Saisontreffer. Zweitbester Torschütze ist mit sechs Toren Jorden Aigboje.

Trainer Leonhard Haas, der im ersten Halbjahr kurzfristig zum Zweitliga-Team befördert wurde, hat bereits 40 Spieler eingesetzt. Der älteste ist Daniel Adlung, der trotz seiner 37 Jahre mit der Erfahrung von knapp 300 Zweitligaspielen immer noch wacker vorangeht. In Ansbach allerdings nicht, weil er eine Gelb-Sperre absitzt.

Reutelhuber: Pfaffenrot wird seinen Weg machen

Dass den Fürthern damit ein Standardspezialist fehlt, stört Reutelhuber nicht, ändert aber auch nicht seine grundsätzliche Einschätzung, nach der es „wahrscheinlich noch nie so schwierig war, gegen Fürth zu punkten“. In den letzten vier Spielen ist das Ansbach immer gelungen.

Der Ansbacher Trainer bestätigt Pfaffenrot: „Das ist eine Mannschaft, in der jeder für den anderen läuft und die eine ausgezeichnet besetzte Viererreihe in der Offensive hat“. Pfaffenrot zählt Reutelhuber dazu: „Ich bin mir sicher, der Junge wird seinen Weg in der Bundesliga machen“.

Schon am Dienstag geht es weiter

Das Hinspiel bot den Ansbachern ein besonderes Erlebnis, da es im Sportpark Ronhof stattfand. Kasper hatte damals zwar Chancen, aber das Tor traf nur Marlon Fries. Den 1:1-Endstand erzielte kurz vor Schluss Michael Sperr.

Der stressige April mit insgesamt sechs Spielen sieht für die Ansbacher am Dienstag mit dem Nachholspiel bei der DJK Vilzing bereits die nächste Aufgabe vor. „Unser Ziel ist, mit den Kräften so hauszuhalten, dass jeder Spieler in jedem Spiel einhundert Prozent geben kann“, sagt Reutelhuber.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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