Zwölf neue Gesichter im Stadtrat Ansbach: Frischer Wind für die Kommunalpolitik | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.05.2026 11:12

Zwölf neue Gesichter im Stadtrat Ansbach: Frischer Wind für die Kommunalpolitik

So viel Veränderung war selten: Auf der konstituierenden Sitzung des Ansbacher Stadtrates hoben zwölf neugewählte Stadträtinnen und Stadträte vor dem Oberbürgermeister die Hand zur Ablegung des Eides. Thomas Deffner wünschte den vereidigten Stadtratsmitgliedern alles Gute für ihre Arbeit zum Wohle der Stadt.

Es sind dies bei der CSU-Fraktion Theodoros Moutsios, Lorenz Rager, Jürgen Schwab und Christina Seiferlein. In der deutlich gewachsenen AFD-Fraktion kommen Andreas Abs, Daniela Liebscher uznd Wolfgang Nabers hinzu.

Auch die Ansbacher haben zugelegt, hier sind ab sofort Dr. Hans Holzhäuer und Jürgen Wolf zusätzlich dabei. Bei den Freien Wählern wurde Dr. Helmut Hahn neu gewählt, bei der SPD Michael Jakob und für die Linke Denise Kießling.

Nahverkehr und Schulsanierungen im Fokus

In seiner Grundsatzerklärung sagte OB Deffner, der Beginn der Wahlperiode stehe „ganz im Zeichen größter Herausforderungen für die Kommunen im ganzen Land”. Als Aufgaben der kommenden sechs Jahre nannte Deffner unter anderem die Sanierung und den Brandschutz an den Schulen. Auch den öffentlichen Nahverkehr zu gewährleisten, zählte der OB auf. Und bei dem, was man beim Klinikverbund ANregiomed vorhabe, arbeite man gegen zwei Gesundheitsreformen. Die freiwilligen Leistungen wolle man weiterhin erbringen. Und er appellierte an die Stadträtinnen und Stadträte, sich bei den Städtepartnerschaften zu engagieren.

Andreas Schalk erklärte für die CSU-Fraktion, er hoffe, man werde angesichts der Vielfalt der Meinungsvertreter „Kompromisse finden, die uns als Stadtgesellschaft weiterbringen”. Es brauche Politik für die Menschen mit Augenmaß.

AfD-Fraktions-Chef erwartet keine Zusammenarbeit

AfD-Fraktions-Chef Johannes Meier kündigte an, man werde den anderen Gruppierungen die Hand reichen, erwarte aber nicht, dass es zu einer Zusammenarbeit kommen werde.

Hans-Jürgern Eff erklärte, die Ansbacher würden keine Partei- sondern Sach-Politik machen. Er bot allen Fraktionen „eine gute, faire Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt” an. Sabine Stein-Hoberg forderte für die Grünen eine demokratische Kultur, in der jede Stimme zählt: „Wir wollen ein Rathaus, das zuhört.”

„Um den kleinsten gemeinsamen Nenner kämpfen”

Martin Porzner (SPD) kündigte an, man werde das Wahlprogramm der SPD Schritt für Schritt umsetzen und sei bereit, auf konstruktive Ideen mitzugehen. Hannes Hüttinger (BAP) sagte, die „Vielschichtigkeit des Stadtrates” biete auch eine Chance zur Zusammenarbeit. Elke Homm-Vogel (Freie Wähler) kündigte an, man werde „um den kleinsten gemeinsamen Nenner kämpfen”.

Boris-André Meyer (OLA) appellierte, man müsse in den kommenden Jahren Gräben überwinden und den „Alltag der Ansbacher verbessern und sichern”. Martin Berberich (ÖDP) erklärte, man wolle Ansbach als „lebendigen Ort mit hoher Lebensqualität” gestalten. Und Denise Kießling (Linke) will Ansbach „sozialer und gerechter machen”. Das Gemeinwohl stehe über dem Profit.

Die zwölf neuen Stadträtinnen und Stadträte traten im Onodliasaal vor, um den Eid zu leisten. (Foto: Evi Lemberger)
Die zwölf neuen Stadträtinnen und Stadträte traten im Onodliasaal vor, um den Eid zu leisten. (Foto: Evi Lemberger)
Die zwölf neuen Stadträtinnen und Stadträte traten im Onodliasaal vor, um den Eid zu leisten. (Foto: Evi Lemberger)

Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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