Bei zufriedenstellender Gesundheit hat Gertrud Kikut, geborene Rögele, in Dinkelsbühl ihren 100. Geburtstag gefeiert.
Die rüstige Seniorin wurde in Leipzig geboren und kam mit ihrer Familie 1935 nach Dinkelsbühl. Sie besuchte acht Jahre die Volksschule. Nach der Schulzeit half sie in der Weinhandlung ihres Vaters mit. 1942 wurde sie von der Wehrmacht zum Arbeitsdienst eingezogen und im Büro und in Heilbronn als Schaffnerin eingesetzt.
1951 heiratete sie ihren Mann Gerhard, den sie im elterlichen Geschäft kennengelernt hatte. Einige Jahre betrieb das Ehepaar zur Kinderzeche am Schießwasen einen Getränkestand. Von den drei Töchtern ist eine bereits verstorben, auch ihr Mann verstarb 2006. Sieben Enkel und zehn Urenkel komplettieren mittlerweile die Großfamilie.
Für ihren Gesundheitszustand ist Gertrud Kikut sehr dankbar, auch wenn ihr Leben Höhen und Tiefen hatte. Sie habe immer gesund gelebt und trinke nach dem Mittagessen ein kleines Glas Rotwein, was ihr offensichtlich gut bekommen sei, meinte die Jubilarin und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Sie wohnt im Haus einer ihrer Töchter. Zweimal in der Woche besucht sie die Tagespflegeeinrichtung in Segringen.
Eine große Leidenschaft hatte Gertrud Kikut, wie sie erzählt, für das Singen. Sie wirkte beim Kirchenchor und bei einem Gesangverein mit. Einmal gewann sie sogar einen Singwettbewerb in Nürnberg.
Eine Vielzahl von Gratulanten machten ihre Aufwartung zum runden Geburtstag. Die gesamte Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte gaben sich ein Stelldichein. Der Männerchor „Concordia“ intonierte sogar ein Ständchen.
Für die Große Kreisstadt Dinkelsbühl gratulierte zweiter Bürgermeister Georg Piott, der auch ein Geschenk des Landrats mitbrachte. Für die evangelische Kirchengemeinde übermittelte Pfarrerin Kathrin Scheibenberger herzliche Glück- und Segenswünsche.