Die Staatsstraße 1066 zwischen den Kreisverkehren in Feuchtwangens Norden wird von Montag, 16., bis Mittwoch, 18. September, in Richtung Spielbank gesperrt. Der Grund ist der Bau eines Übergangs für den neuen Fuß- und Radweg, der an der B25 vom Rehau-Werk zum Industriegebiet West II und von dort bis zum Abzweig nach Weiler am See verläuft.
Für die Querungshilfe werde der Fahrbahnteiler im Westen des Kreisels an der B25 entsprechend umgestaltet, erklärte der bei der Stadtverwaltung für die Erschließung des Industriegebiets zuständige Holger Hutmann jetzt im Gespräch mit der FLZ. Die Arbeiten sollten vor dem Mooswiesenfest abgeschlossen und die Sperrung der Straße bis dahin wieder aufgehoben sein.
Während der drei für die Maßnahme veranschlagten Tage ist laut Hutmann eine innerörtliche Umleitung des Verkehrs vorgesehen. Diese führt vom Kreisel der Bundes- mit der Staatsstraße über die Crailsheimer sowie die Dinkelsbühler Straße zum Kreisverkehr im Süden der Stadt und von dort über die Westtangente zum zweiten Kreisverkehr an der Staatsstraße 1066 in Richtung Sommerau.
Derweil sei der Fuß- und Radweg bis Weiler weitgehend fertig. Bei günstiger Witterung werde die Asphaltdeckschicht am Montag und Dienstag aufgebracht, sagte Hutmann und kündigte an, Passanten und Radler könnten den Weg wohl ab Mitte Oktober nutzen.
Der Bau dieses Wegs hängt ebenso wie die schon abgeschlossenen Arbeiten an der B25 mit der Erschließung des Industriegebiets West II zusammen. Auch die ist schon weit fortgeschritten. Hutmanns Worten zufolge müssen noch zwei Regenrückhaltebecken angelegt werden – das eine zur Entwässerung des Industriegebiets und das andere für den Niederschlag von der B25.
Die in dem elf Hektar großen Areal angelegten Straßen haben eine Länge von insgesamt 260 Metern. Die Trag- und die Binderschicht sind aufgetragen. Am Montag und am Dienstag wird nun – sofern das Wetter passt – die Deckschicht der Siedlungsstraße, die von der B25 in das Industriegebiet führt, eingebaut. Länger lässt hingegen die Asphaltdecke auf der Stichstraße mit der Wendeplatte im Süden auf sich warten: Da wird die oberste Schicht erst dann aufgetragen, wenn die Aufteilung der Grundstücke abgeschlossen ist. Denn im Fall von möglichen Änderungen besteht laut Hutmann sonst die Gefahr, den Asphalt schon bald wieder aufreißen zu müssen.
Bereits im Boden liegen die Leitungen der Stadtwerke für Wasser und Strom sowie für den Breitbandanschluss. Ebenfalls verlegt sind die Kabel für die Beleuchtungsanlagen, die laut Beschlusslage innerhalb des Industriegebiets nachts mit Bewegungsmeldern gesteuert wird.
Die mit 2,5 Millionen Euro angesetzten Kosten für das Gesamtprojekt bleiben im Rahmen. Hutmanns Worten zufolge übernehmen die Stadt knapp 1,343 Millionen und die Stadtwerke etwas mehr als 366.200 Euro. Der Anteil des Staatlichen Bauamts liegt bei 788.000 Euro. Zusätzlich fielen aber noch etwa 50.000 Euro für die Straßenbeleuchtung an.
Nicht zuletzt geht der bei der Stadtverwaltung zuständige Bauleiter davon aus, dass das Industriegebiet bis Mitte November und damit vor dem ursprünglich für 2025 angesetzten Termin bezugsfertig sein wird. Allerdings könnten die ansiedlungswilligen Unternehmen, die anfangs noch „in den Startlöchern“ gestanden seien, wohl „nicht mehr in diesem Jahr anfangen“.
Das wiederum erklärte Bürgermeister Patrick Ruh damit, dass die heimischen Firmen blizz-z und TB Transportbeton „mit dem Baugewerbe verbunden“ sind: Angesichts der in diesem Sektor eingetretenen Krise bestehe für diese Unternehmen momentan „nicht mehr der Zeitdruck“ wie noch vor zwei Jahren. Gleichwohl wollten die bei der Stadt Verantwortlichen das Areal so vorbereiten, „dass die Ansiedlungswilligen schnell loslegen können“. Auch bestehe die Möglichkeit, „dass noch weitere Interessenten kommen“.
Schon geplant sei indes, dass die Stadtwerke ihren vom Freistaat Bayern mit fünf Millionen Euro geförderten Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff ebenfalls in dem Industriegebiet aufstellen, sagte der Bürgermeister. Zugleich bezeichnete Ruh Feuchtwangen West II als ein „wichtiges Projekt, für das ich die politische Verantwortung ganz maßgeblich trage“.