Abstiegskampf geht weiter: TTV Neustadt verliert auch Spiel 2 gegen Schwabing | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.03.2026 23:06

Abstiegskampf geht weiter: TTV Neustadt verliert auch Spiel 2 gegen Schwabing

Der Neustädter Johannes Richter (in Weiß, links) war bei seinem Comeback gleich mittendrin: Hier ringt er mit seinem Kapitän Christian Bittel und dem Schwabinger Emanuel Prediger um den Ball. (Foto: Martin Rügner)
Der Neustädter Johannes Richter (in Weiß, links) war bei seinem Comeback gleich mittendrin: Hier ringt er mit seinem Kapitän Christian Bittel und dem Schwabinger Emanuel Prediger um den Ball. (Foto: Martin Rügner)
Der Neustädter Johannes Richter (in Weiß, links) war bei seinem Comeback gleich mittendrin: Hier ringt er mit seinem Kapitän Christian Bittel und dem Schwabinger Emanuel Prediger um den Ball. (Foto: Martin Rügner)

Selbst Johannes Richter konnte es nicht verhindern. Der TTV Onlineprinters Neustadt zog in Spiel 2 der Abstiegsrunde gegen den MTSV Schwabing seinen Joker. Doch abermals schenkten die Neustädter eine klare Führung wieder her und müssen nun weiter um den Klassenerhalt in der 1. Basketball-Regionalliga Südost kämpfen.

Im ersten Spiel dieser Erstundenserie der Playdowns hatte Neustadt in Schwabing mal mit neun Punkten geführt und doch noch verloren. In Spiel 2 in der heimischen Markgrafenhalle erlebten die 140 Zuschauer einen noch größeren Einbruch.

16-Punkte-Führung innerhalb von fünf Minuten dahin

16 Punkte lag der TTV in der 27. Minute in Front (55:39). Die Stimmung war gut. Doch keine fünf Minuten später führte der Gegner (57:58) und entschied im Chaos des Schlussabschnitts die Partie mit 81:70 und die Serie mit 2:0 für sich.

In der giftigen Schlussphase konnte auch die ruhige Art von Richter nichts mehr ausrichten. Der Ex-Profi hatte aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen zuvor kein Spiel in dieser Saison bestritten. Immer wieder wurde gemunkelt, dass er – wenn es in den Playdowns um alles geht – zurückkehren könnte. So kam es nun.

Johannes Richter schleppt sich mit lädierter Hüfte über das Feld

Doch es war nicht zu übersehen, dass der Center seine auf über zwei Meter Körpergröße verteilte Masse mit einer schwer lädierten Hüfte über das Feld schleppen musste. Dazu fehlten ihm Fitness und Spielpraxis. Richter, seit Jahren bester Scorer und bester Rebounder beim TTV, blieb mit vier Punkten und vier eingesammelten Abprallern nur bedingt effektiv.

Möglicherweise wirkte der Richter-Effekt anfangs noch ein wenig in den Köpfen der Schwabinger. Die Gäste taten sich lange Zeit schwer, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen. Neustadt gelang es gut, die aggressive Defense des MTSV auszuspielen und regelmäßig zu punkten. Zur Halbzeit führte der TTV 36:33.

„Kompletter Einbruch” des TTV in der Schlussphase

Gästetrainer Georg Eichler war damit gar nicht zufrieden. Lautstark forderte er mehr Laufbereitschaft und kleinere Abstände zu den Gegenspielern von seinen Mannen. Irgendwann im dritten Viertel fanden sie zu ihrem Stil und gerade im Schlussabschnitt lief bei Neustadt nichts mehr zusammen.

Eine Erklärung für diesen „kompletten Einbruch” hatte TTV-Trainer Claus Winkelspecht nicht. Möglicherweise hätte sein Team den Ball mehr bewegen und die Presse nicht so oft in Eins-gegen-eins-Duellen auseinandernehmen sollen, meinte er. Im letzten Viertel könnte dann ein wenig die Kraft gefehlt haben, spekulierte er.

Aaron Winkelspecht erzielt diesmal nur acht Punkte

Was in jedem Fall gegen Neustadt sprach, waren die individuellen Leistungen der Topscorer. Nachdem Aaron Winkelspecht in den drei Saisonspielen gegen Schwabing zuvor dreimal jeweils über 25 Punkte geliefert hatte, kam er diesmal nur auf acht Zähler. Er hatte allerdings schon früh Foulprobleme, schränkte sein Coach ein.

Auf der Gegenseite kehrte der Topscorer der Saison, William-Windi Miklic, zurück, nachdem er Spiel 1 ausgesetzt hatte. Er gab Schwabing mehr Variabilität im Angriff und erzielte 17 Punkte. Übertroffen wurde er nur von Mate Kavlashvili, der in der Vorwoche aus dem Nichts aufgetaucht war und 31 Punkte erzielt hatte.

Juniorennationalspieler erzielt 27 Punkte

Der 17-jährige Georgier war erneut eine ständige Gefahr aus der Distanz. Zum Leidwesen ihres Trainers bekamen die Neustädter den Juniorennationalspieler nie in den Griff. Er versuchte 15 Drei-Punkt-Würfe, sieben waren erfolgreich. Insgesamt kam er auf 27 Punkte. Mit geradezu spielender Leichtigkeit verwandelte Kavlashvili seine Würfe, als die Partie beim Übergang vom dritten zum vierten Viertel kippte.

In dieser heißen Phase, als sie plötzlich zurücklagen, ließen die Neustädter zu viele einfache Punkte liegen. Sie leisteten sich Fehlpässe und Schrittfehler und ließen sich von den vielen Fouls der Schwabinger (insgesamt 29) endgültig den letzten Nerv rauben. Das ließ Claus Winkelspecht „ziemlich ratlos” zurück.

Für den TTV soll es am 21. März weitergehen

Schwabing hat den Klassenerhalt nun sicher. Neustadt trifft in der 2. Runde der Playdowns auf den Verlierer der Serie zwischen BiG Gotha und den Haching Baskets. Das erste Spiel soll am 21. März stattfinden.

TTV Neustadt: Hümmer (0 Punkte, 12:37 Minuten Einsatzzeit), Herrmann (0, 11:26), Winkelspecht (8, 20:56), Noblet-Durruthy (15, 28:30), Ngan (0, 1:19), Richter (4, 22:34), Rockmann (25, 3 Dreier, 33:25), Wägner (11, 21:14), Bittel (4, 29:17), Jenniat (3, 18:42).

Beste Werfer Schwabing: Kavlashvili (27, 7 Dreier), Miklic (17), Renner (12).

Viertelstände: 17:15, 19:18, 21:22, 13:26.

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