Viel Zeit, um die Wunden der 0:5-Niederlage beim Hamburger SV zu lecken, bleibt den Fußballerinnen des SV Weinberg nicht. Am Sonntag, 9. März, um 11 Uhr gastieren sie zum Abstiegskracher beim Tabellennachbarn FSV Gütersloh 2009, der einen Punkt hinter dem SVW auf dem ersten Abstiegsplatz liegt.
Die zweite weite Auswärtsfahrt innerhalb von fünf Tagen führt den SV Weinberg in das 450 Kilometer entfernte Ostwestfalen zum FSV Gütersloh 2009. Nachdem bereits 2009 finanzielle Schwierigkeiten des Gesamtvereins FSV Gütersloh 2000 zur Abspaltung der Frauenfußballabteilung führten, scheint auch in diesem Jahr das Damoklesschwert des finanziellen Crashs über dem FSV zu schweben.
Unter dem Motto „Gib uns eine Zukunft oder Ende im Sommer“ startete der FSV im Januar eine Crowdfunding-Aktion, um 80.000 Euro für die Rettung des leistungsorientierten Frauenfußballs zu generieren.
Auch sportlich läuft es für den Tabellensiebten der vergangenen Saison nicht rund. Nach 16 Spieltagen steht der FSV mit 13 Punkten, 20:41 Toren, vier Siegen, einem Unentschieden und elf Niederlagen auf dem ersten Abstiegsplatz.
In der heimischen Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück stehen drei Siege, ein Remis und vier Niederlagen bei 12:15 Toren zu Buche. Aufgrund der sportlichen Talfahrt zog der Verein in dieser Woche die Reißleine und entließ Trainer Daniel Fröhlich. Gegen Weinberg wird morgen der Sportliche Leiter Markus Graskamp auf der Bank sitzen.
Ein Trainerwechsel bringt in der Regel neuen Schwung, was die Aufgabe für den SV Weinberg zusätzlich erschwert. Die SVW-Spielerinnen befinden sich in einer absoluten Talfahrt und haben die letzten sieben Spiele allesamt verloren, bei einem Torverhältnis von 4:20. Der letzte Sieg datiert vom 10. November letzten Jahres, ein 2:1 gegen den VfL Bochum durch zwei Kömm-Tore.
Damals war der SVW mit 14 Punkten noch Sechster, Gütersloh lag mit 13 Zählern einen Platz dahinter. Beide Mannschaften haben nun im März 2025 die gleiche Punktzahl, sind aber in der Tabelle in die Abstiegszone gerutscht. Weinberg erzielte seine letzten Tore (Istrefaj, Wachal) am 16. Februar bei der 2:4-Heimniederlage gegen Andernach. Bei der Chancenverwertung ist guter Rat teuer.
Das Passspiel und die Konzentration im Abschluss müssen verbessert werden. Im Defensivbereich müssen die „Pennmomente“ auf Null gestellt werden, um wieder etwas Zählbares zu erreichen. Morgen muss sich das Team Weinberg der Situation bewusst werden: Bei einer Niederlage wird es schwer, den Nichtabstieg zu erreichen.