Die AfD wird nach den vorläufigen Ergebnissen der Kommunalwahl keinen neuen Landrat, Oberbürgermeister oder ersten Bürgermeister in einer der großen Kommunen Bayerns stellen. Das geht aus vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Daten hervor. Demnach hat keiner der explizit von der Partei benannten Kandidaten eines der Spitzenämter im ersten Wahlgang errungen. Zudem erreichte auch dort, wo Stichwahlen notwendig sind, kein Kandidat eines AfD-Wahlvorschlags die meisten oder zweitmeisten Stimmen. Dies gilt für Landkreise, kreisfreie Städte und Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern. Für kleinere Gemeinden gibt es keine zentral zusammengefassten Zahlen.
Allerdings deuten erste Auszählungen darauf hin, dass die AfD die Zahl ihrer Mandate in den Stadt- und Gemeinderäten sowie in den Kreistagen deutlich ausbauen konnte. So konnte sie etwa in der zweitgrößten bayerischen Stadt, Nürnberg, ihren Stimmenanteil von 5,69 Prozent im Jahr 2020 auf 13,5 Prozent ausbauen. In Coburg wurde die Zahl der Sitze von einem auf künftig vier ausgebaut, in Schweinfurt von drei auf acht. Auch in der Hauptstadt München konnte die AfD zulegen, wenngleich auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Deutlich gestärkte AfD-Ergebnisse wurden auch in Kreistagen erwartet.
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