Nach der Osterpause geht es für die Basketballer von hapa Ansbach in den Halbinal-Playoffs weiter. Im entscheidenden Spiel drei um den Einzug ins Finale der Regionalliga Südost ist am Samstag (19.30 Uhr) wieder einmal die TS Jahn München zu Gast in der Weinberghalle.
Bei der Turnerschaft drehte sich in der vergangenen Woche noch alles um den zahlreichen Nachwuchs. Beim internationalen Osterturnier in Wien, wo sich über die Feiertage seit über drei Jahrzehnten Mannschaften aus der ganzen Welt von der U12 bis zur U20 vergleichen, erreichten die Münchner in fünf Altersklassen das Halbfinale. Die weibliche U14 gewann das Turnier sogar.
Daneben ploppten beim Jahn Gerüchte auf, dass einerseits Uli Hoeneß den Verein kaufen möchte oder andererseits der ukrainische Nationalspieler Ivan Tkachenko, der als Mini tatsächlich mal dort gespielt hatte, zurückkehren könnte. Bei beidem handelte es sich aber nur um einen Aprilscherz. Zum Playoff-Halbfinale rückt aber auch beim Jahn wieder das aktuelle Männerteam in den Mittelpunkt.
Es ist in dieser Saison bereits das fünfte Duell der besten Mannschaften aus der Südstaffel der Regionalliga Südost. „Beide Teams kennen sich inzwischen sehr gut“, weiß auch Nico Probst, „große Überraschungen sind da nicht mehr möglich, jeder wird gut auf den Gegner eingestellt sein“. In der Vorrunde gewannen die Piranhas zu Hause mit 69:68 und in München mit 77:70. Die folgende Zwischenrunde beendeten sie als Tabellenerste und der Jahn als Vierter. Deshalb haben sie im entscheidenden Spiel der Serie „Best-of-3“ nun Heimrecht.
Das erste Halbfinale in der heimischen Weinberghalle ging jedoch mit 79:90 verloren, die personell geschwächten Ansbacher kamen mit der harten Defensive der Gäste überhaupt nicht zurecht. Auch in Spiel zwei in München sahen sie noch zur Halbzeit nicht wie ein künftiger Finalist aus. In der diesmal offensiver geführten Partie lagen die Gastgeber, die vor allem aus der Distanz kaum zu stoppen waren, nach dem ersten Viertel mit 28:22 und nach dem zweiten mit 57:50 in Führung.
Doch nach der Pause übernahmen die Piranhas, die wieder einen größeren Kader zur Verfügung hatten, die Spielkontrolle und gewannen den dritten Abschnitt mit 32:22. Im Schlussviertel forderten bei den Münchnern laut eigener Aussage „Tempo und Physis ihren Tribut, mit viel Routine und einigen sehenswerten Aktionen hielten die Vorjahresfinalisten aus Mittelfranken die jungen Münchner auf Abstand“. So gestatteten die Gäste dem Jahn nur noch 12 Punkte zum „völlig verdienten“ 101:91-Auswärtssieg und wendeten das vorzeitige Playoff-Aus ab.
„Bastian Doreth konnte wieder länger belasten und hat Ruhe in unser Spiel gebracht“, analysierte Probst. „Unsere Routiniers waren schon öfter in dieser Situation, die Jungen müssen das erst lernen. Aber es lag nicht nur am Personal, sondern auch an der Tagesform. Schröder und Eckert hatten einen super Tag erwischt und in der zweiten Halbzeit war auch unsere Defense sehr stark.“
Auch am Samstag sind wieder alle Piranhas einsatzfähig, kleinere Blessuren über Ostern bei Raul Dumnici und Lars Lenke sollten dann ebenso auskuriert sein wie die leichte Erkrankung von Paul Nzeocha. „Wahrscheinlich entscheiden wieder Kleinigkeiten“, erwartet Probst auch diesmal ein enges Spiel, „wir bauen dabei auch auf das Publikum und unseren Heimvorteil in voller Halle“.