Mit der Lage in Nordsyrien hat sich eine Demonstration in der Ansbacher Innenstadt befasst. Am Dienstagnachmittag versammelten sich die Teilnehmenden zunächst auf dem Schloßplatz. Nach dem Auftakt ging es zu Fuß durch die Stadt und zurück zu einem Abschluss. Die Polizei hielt nach ihren Worten kurz einen Passanten fest.
Versammlungsleiter Azad Batal (Ansbach) forderte im FLZ-Gespräch, „dass der Krieg in Nordsyrien aufhört”. Er machte sich nicht nur für die Rechte und die Freiheit der kurdischen Bevölkerung dort stark, sondern zum Beispiel auch für die der Araberinnen und Araber.
Ob jemand Christin oder Christ, Muslimin oder Muslim oder Jesidin oder Jeside sei: Es gehe um alle. Azad Batal wandte sich gegen die Gewalt des Terrornetzwerks IS (Islamischer Staat). „Der IS muss raus aus Syrien.” Ansbachs Polizeichef Dieter Hegwein sprach am Abend von rund 130 Teilnehmenden und einem friedlichen Verlauf.
Einen Passanten, der nicht Teilnehmer der Demo gewesen sei, habe die Polizei allerdings auf der Höhe des Bahnhofsplatzes kurz festgehalten. Er hatte nach Hegweins Worten den Hitlergruß in Richtung des Zugs gezeigt. Er bekomme ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Nach einer weiteren Demo zu dem Thema am Freitag begann am Samstagnachmittag erneut eine. Diese zählte rund 160 Teilnehmende und verlief völlig störungsfrei, wie Polizeichef Hegwein am Spätnachmittag informierte.