Ansbacher Jugendberufsagentur will bei Problemen helfen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.07.2024 13:00

Ansbacher Jugendberufsagentur will bei Problemen helfen

Um jungen Menschen mit schwierigerer Ausgangslage in den Beruf zu helfen, sind drei Institutionen aktiv. Die Jugendberufsagentur Stadt Ansbach besteht aus der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg, dem Amt für Jugend und Familie der Stadt und dem Jobcenter Stadt. Der Ernst des Lebens kann da spielerisch aussehen.

Vor Ende des Schuljahrs war die Jugendberufsagentur an der Friedrich-Güll-Mittelschule zu Gast. Hier gab es drei Stationen, und jede Institution spielte mit den Jugendlichen. Die Agentur für Arbeit hatte VR-Brillen dabei, wie Katharina Mikusch erzählte. Sie ist Teamleiterin der Berufsberatung bei der Agentur. VR-Brillen erlauben es, in virtuelle, also in echt erscheinende berufliche Welten zu tauchen.

Das Amt für Jugend und Familie baute laut Katharina Mikuschs Worten einen Turm mit den Mädchen und Jungen, und das Jobcenter Stadt spielte mit ihnen eine Art Monopoly – mit Wegen, wie man vom Jobcenter wegkommt.

„Die Jugendberufsagentur Stadt Ansbach hat ihr Gesicht gezeigt“ – unter dem Titel JBA-Challenge, betonte die Fachfrau. Die Jugendberufsagentur möchte den Jugendlichen sagen, dass es Akteure gebe, die ihnen dabei helfen, eine Ausbildung zu suchen.

Schwangerschaft und Schwierigkeiten mit Drogen

Die Anliegen der jungen Menschen könnten ganz unterschiedlich sein. Die Teamleiterin der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit schilderte einen möglichen Fall, in dem im Amt für Jugend und Familie der Stadt ein schwangeres Mädchen sitzt, das die Eltern vor die Tür gesetzt haben und das sich gerne ausbilden lassen möchte. Da „sind wir vernetzt, und dann werden wir mit ins Boot geholt zum Thema Ausbildung“.

Auch Drogenprobleme junger Menschen könnten eine Rolle spielen. Mithilfe der Jugendberufsagentur solle kein junger Mensch verloren gehen. Ob Agentur, Amt für Jugend und Familie oder Jobcenter: Jeder Part könne helfen.

Eigentlich stehen viele Lehrstellen bereit. Doch „vielleicht wollen die jungen Menschen einfach nicht, oder sie haben andere, private Probleme, die nichts mit der Berufsberatung zu tun haben“, machte Katharina Mikusch deutlich. Manchmal helfe dann, mit Sozialpädagogen zusammenzuarbeiten.

Die Beteiligten der Jugendberufsagentur kümmerten sich in der Friedrich-Güll-Schule. (Foto: Oliver Herbst)
Die Beteiligten der Jugendberufsagentur kümmerten sich in der Friedrich-Güll-Schule. (Foto: Oliver Herbst)
Die Beteiligten der Jugendberufsagentur kümmerten sich in der Friedrich-Güll-Schule. (Foto: Oliver Herbst)

Oliver Herbst
Oliver Herbst
... schreibt seit seinem 16. Lebensjahr für die Fränkische Landeszeitung. In über 30 Jahren lernte er dabei viele Menschen und ihre Geschichten kennen - von Burghaslach bis Mönchsroth und von Windsbach bis Schnelldorf. Seit 2014 gehört er zum Team der Lokalredaktion Ansbach.
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