Ansbacher Kreisjugendring will sein Profil schärfen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 23.03.2023 14:34

Ansbacher Kreisjugendring will sein Profil schärfen

2022 fand der Jugendverbändetag in Heilsbronn statt, eine Jugendgruppe des TSV Heilsbronn zeigte bei einem Auftritt ihr Können. (Foto: Debora Kölli)
2022 fand der Jugendverbändetag in Heilsbronn statt, eine Jugendgruppe des TSV Heilsbronn zeigte bei einem Auftritt ihr Können. (Foto: Debora Kölli)
2022 fand der Jugendverbändetag in Heilsbronn statt, eine Jugendgruppe des TSV Heilsbronn zeigte bei einem Auftritt ihr Können. (Foto: Debora Kölli)

Eine neu zusammengestellte Führungsmannschaft, inklusive neuem Vorsitzenden – das nahm der Kreisjugendring des Landkreises Ansbach zum Anlass, um in Klausur zu gehen. Die künftige Ausrichtung und Außendarstellung waren dabei wichtige Themen.

Denn die schiere Größe des Landkreises Ansbach kann bei der Arbeit ein Problem darstellen. Man wolle überall präsent sein, die ganze Region abdecken, sagt KJR-Geschäftsführerin Beatrix Friedsmann. „Man versucht, allen gerecht zu werden.“ Das sei nicht immer einfach.

Ein Ziel sei vor allem, die öffentliche Kommunikation zu verbessern, sagt Debora Kölli, pädagogische Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle, die im Landratsamtsgebäude II in Ansbach untergebracht ist und für viele Ehrenamtliche in der Jugendarbeit Anlaufstelle Nummer eins ist.

Friedsmann ergänzt: „Wir machen so viel Gutes, das muss aber halt auch rauskommen.“ Als Beispiel nennt sie die Jubiläumsfeier des Kreisjugendrings im Jahr 2022. Die sei sicher gut geplant, aber nicht so gut besucht gewesen, wie man erwartet hätte.

Wie und wo man hier genau anpackt, das müsse sich die Führungsmannschaft aber noch genauer überlegen, betont die Geschäftsführerin. Ein einzelnes Wochenende wie bei der Klausurtagung reiche da nicht, um sich sofort anders und vor allem besser aufzustellen.

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Auch die Aufgabenverteilung solle noch klarer geregelt werden. Grundsätzlich gebe der gewählte Vorstand um den neuen Vorsitzenden Sascha Lagemann Rahmen und Leitlinien vor, das Team von der Geschäftsstelle sei für die Umsetzung zuständig, erläutert Friedsmann.

Niedrigschwellige Angebote

Die Aufgabe nach den Neuwahlen, die mit all dem im Zusammenhang steht, bezeichnet Friedsmann als „Profil schärfen“. Der KJR biete aus Sicht von Kölli „sehr niedrigschwellige Angebote“, doch es sei eine ständige Aufgabe, das auch in der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

So sehe Geschäftsführerin Friedsmann den KJR unter anderem als eine Art „Geldgeber“, was heißen soll, dass Vereine und Verbände jederzeit finanzielle Unterstützung für Veranstaltungen beantragen können. Da gebe es verschiedene Möglichkeiten, um an ein paar Euro zu kommen. Und auch durch den Verleih von Material könne der KJR unterstützen. Der Verleih – Anlaufstelle ist ebenfalls im Landratsamtsgebäude II – laufe im Übrigen ziemlich gut, ergänzt Kölli.

Darüber hinaus könne der KJR aber auch Wissen anbieten, betont die pädagogische Mitarbeiterin. Der Kreisverband biete nicht nur von sich aus regelmäßig Vorträge und Workshops zu verschiedenen Themen an, Vereine und Verbände könnten sich auch melden und zu bestimmten Themen das Angebot erfragen. Man verfüge über einen großen „Referentenpool“, da lasse sich viel auf die Beine stellen.

Besonders beliebt seien derzeit die Themen Aufsichtspflicht sowie psychische und seelische Gesundheit, erzählt Friedsmann. Immer wichtig – fast schon der KJR-Klassiker – sei die Jugendleitercard (Juleica). Dass dieses Angebot über den KJR läuft, habe sich offenbar wirklich in den Köpfen festgesetzt. Denn nach einer eher mauen Corona-Zeit habe die Nachfrage nach den Kursangeboten hier wieder deutlich angezogen. Ganz aktuell wird mit Mitteln aus dem Bundesförderprogramm Zukunftspaket das neue Projekt „Zukunftsplan Wörnitz“ umgesetzt. Damit sollen junge Menschen unterstützt werden, sich zu organisieren und eigene Angebote zu schaffen. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit den Sozialen Medien, sei aber noch nicht startbereit.

Bewährtes Jahresprogramm

Auf Bewährtes setzt der KJR beim Jahresprogramm mit seinen großen Veranstaltungen. Am 21. Mai findet der Ehrenamtsdank statt, der Jugendverbändetag soll dieses Jahr als Teil des Windsbacher Stadtfestes am 11. Juni stattfinden. Die Jugendkulturtage sind ab dem 18. Oktober vorgesehen, das Programm sei aber noch nicht fertig.

KJR-intern wird es auch wieder zwei Vollversammlungen geben, am 25. April und am 16. November. Hier kann Debora Kölli nur an die Mitglieder appellieren, diese zum Kennenlernen und Netzwerken zu nutzen. Denn das wichtigste Anliegen des KJR sei, dass sich Vereine nicht als Konkurrenten sehen, sondern dass sie gut miteinander arbeiten und voneinander profitieren.

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