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Veröffentlicht am 25.03.2026 12:19, aktualisiert am 26.03.2026 08:54

Ansbacher Rokoko-Spiele gehören jetzt zum immateriellen kulturellen Erbe Bayerns

Im Vorjahr feierten sie ihr 75-jähriges Bestehen, jetzt sind sie in die Liste der bedeutendsten Traditionen im Freistaat aufgenommen worden. Die Ansbacher Rokoko-Spiele sind Teil einer illustren Liste.

Das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wächst mit 19 neuen Eintragungen auf nun insgesamt 103 an. Aus dem westlichen Mittelfranken sind die Rokoko-Spiele die einzige Neuaufnahme. „Den Reichtum unseres Landes an verschiedensten Traditionen und Bräuchen in der Gegenwart zu erhalten und in die Zukunft zu tragen, haben sich viele Menschen im Freistaat mit großem Engagement zur Aufgabe gemacht”, erklärte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich der Neuaufnahmen. „Das immaterielle kulturelle Erbe Bayerns symbolisiert Heimat und vermittelt ein Gefühl von Identität, Zugehörigkeit und Gemeinschaft.”

Füracker erinnerte in einer Pressemitteilung daran, dass die Rokoko-Spiele auf ein Schauspiel von 1894 zurückgehen. Sie inszenieren das höfische Leben in der vom Barock geprägten Ansbacher Innenstadt mit Schwerpunkt auf dem 18. Jahrhundert. Dazu zählen Darstellungen zum Leben am Hof, historische Tänze, Theater und Musik aber auch das Soldatenleben.

Das Festspiel wurde im vergangenen Juni 75 Jahre alt. Die Stadt feierte das Jubiläum mit einem zehntägigen Programm. Im Jahr 1949 wurde der Heimatverein Ansbach gegründet. 1950 fanden erste Hoffeste mit Tänzen, Spielen und Feuerwerk statt. Die Mitglieder des Ansbacher Heimatvereins freuen sich riesig über die Anerkennung durch die Staatsregierung.

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Eindrücke vom Markttreiben in der Innenstadt: Anlässlich des Jubiläums wird sie am Samstag mit unterschiedlichen Aktionen bespielt.  (Foto: Evi Lemberger)
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28.06.2025 16:39
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Seit 2003 stellt die UNESCO immaterielle kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit. Überall auf der Welt sollen überliefertes Wissen und Können, das einen wesentlichen Bestandteil unserer Alltagskulturen ausmacht, als immaterielles Kulturerbe sichtbar gemacht sowie Maßnahmen unterstützt werden, die zur Erhaltung und Weiterentwicklung geeignet sind. Neben dem bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es in Bayern ein eigenes Landesverzeichnis.

Bereits in der bayerischen Liste sind die historischen Festspiele „Der Meistertrunk” in Rothenburg und die „Kinderzeche” in Dinkelsbühl (beide im Jahr 2014 aufgenommen) , der Windsbacher Knabenchor mit den Knabenchören in Regensburg, Augbsurg und Bad Tölz (2024) sowie die Osing-Verlosung (2014) mit den vier Gemeinden Herbolzheim, Humprechtsau, Krautostheim und Rüdisbronn. Die Verlosung von Ackerflächen am Südrand des Steigerwaldes im Zehn-Jahres-Turnus gehört auch zum bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes mit 168 Eintragungen.

Ein Maskenfest ist unter den vielen Veranstaltungen, mit denen der Heimatverein Ansbach regelmäßig an das Leben am markgräflichen Hof erinnert. (Archivbild: Jim Albright)
Ein Maskenfest ist unter den vielen Veranstaltungen, mit denen der Heimatverein Ansbach regelmäßig an das Leben am markgräflichen Hof erinnert. (Archivbild: Jim Albright)
Ein Maskenfest ist unter den vielen Veranstaltungen, mit denen der Heimatverein Ansbach regelmäßig an das Leben am markgräflichen Hof erinnert. (Archivbild: Jim Albright)
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