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Veröffentlicht am 02.04.2025 13:25

Arbeiten für den Castor-Transport im Hafen Nordenham

Ein Castor-Behälter wird aus einem Spezialschiff gehoben. (Foto: Sina Schuldt/dpa)
Ein Castor-Behälter wird aus einem Spezialschiff gehoben. (Foto: Sina Schuldt/dpa)
Ein Castor-Behälter wird aus einem Spezialschiff gehoben. (Foto: Sina Schuldt/dpa)

Die Vorbereitungen für den Transport von sieben Castor-Behältern mit der Bahn nach Niederbayern dauern an. Im Hafen in Nordenham ist am Mittwochvormittag ein weiterer Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll aus dem Spezialschiff „Pacific Grebe“ auf einen Waggon umgeladen worden, wie ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) sagte. Der genaue Zeitablauf sowie die Route werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht. Ziel ist das Zwischenlager in Niederaichbach im Landkreis Landshut.

Das aus Großbritannien gekommene Schiff hatte am frühen Montagmorgen in Nordenham angelegt. Das Hafengelände wird von der Polizei bewacht. Atomkraft-Gegner haben in den vergangenen Tagen an verschiedenen Orten Kundgebungen und Mahnwachen abgehalten.

Grüne fordern besseren Schutz der Zwischenlager

Die Grünen in Bayern fordern anlässlich des bevorstehenden Castor-Transportes einen besseren Schutz für Zwischenlager und ein zügiges Vorankommen bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager. 

Das Problem seien weniger die sieben zusätzlichen Behälter in Niederaichbach, sagte der Grünen-Politiker Martin Stümpfig. „Das grundlegende Problem ist, dass dieser hochradioaktive Atommüll (...) nicht ausreichend gesichert ist.“ Die Zwischenlager seien ursprünglich für 40 Jahre geplant worden, daraus dürften mangels Endlager 80 bis 100 Jahre werden. Die Forderung nach einem besseren Schutz werde deswegen - und auch angesichts aktueller Bedrohungslagen und neuer, moderner Waffen - immer dringlicher. 

Zur Rücknahme des Atommülls verpflichtet

Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zur Rücknahme der Atomabfälle völkerrechtlich verpflichtet. Aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield müssen noch sieben weitere Castor-Behälter zurückgenommen werden, die in Brokdorf (Schleswig-Holstein) zwischengelagert werden.

© dpa-infocom, dpa:250402-930-421567/1


Von dpa
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