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Veröffentlicht am 21.07.2026 09:05

Auch in Ansbach und sogar Schweinsdorf: DB verbietet Alkohol an allen Bahnhöfen

Kein Feierabendbier mehr, kein Wein und erst recht kein Schnaps: Zur Verbesserung der Sicherheitslage greift die Deutsche Bahn (DB) durch und plant ein Alkoholverbot an allen eigenen 5400 Bahnhöfen und Stationen in Deutschland.

So gelten etwa am Nürnberger Hauptbahnhof bereits vergleichbare Regeln, auf kleineren Bahnhöfen ist das allerdings neu. So wird nun auch in Ansbach, Neustadt/Aisch und selbst kleinen Haltepunkten wie Adelsdorf und Schweinsdorf Alkoholhaltiges vom Bahnsteig gebannt.

„Genug ist genug”, findet die Bahnchefin

Wie Medien übereinstimmend berichten, soll es künftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Alkohol zu trinken. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die Bahn bestätigte die Pläne auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Bahnchefin Evelyn Palla sagte zu „Bild“: „Es reicht. Genug ist genug. Wir greifen jetzt noch härter durch. Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen. Für mich zählt nur eins: der Schutz unserer Kollegen und unserer Reisenden.“ Hintergrund sind immer wieder Angriffe auf Zugpersonal durch alkoholisierte Fahrgäste – zuletzt der schockierende Vorfall am Freitag, bei dem ein DB-Mitarbeiter durch eine offene Zugtür stürzte.

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Hausverbot, wer trotzdem Alkohol trinkt

Bislang gilt ein solches Konsumverbot vor allem an großen deutschen Bahnhöfen wie Frankfurt, Hamburg oder Köln. Nun weitet der Staatskonzern die Regelung laut „Bild“ über sein Hausrecht bundesweit aus. Die lokalen Hausordnungen sollten dazu in den kommenden Wochen in Abstimmung mit Kommunen und Behörden angepasst werden, heißt es in dem Bericht.

Die Einhaltung des Verbots werde von den DB-Sicherheitskräften und der Bundespolizei überwacht. Wer beim illegalen Alkoholkonsum erwischt werde, müsse mit einem sofortigen Platzverweis rechnen. Bei wiederholten Verstößen drohe ein dauerhaftes Hausverbot, so die „Bild“. 

Christoph Eder ist Leiter des Kreisjugendamts in Neustadt/Aisch. Er hofft auf ein Signal der Unterstützung aus der Politik. (Foto: Johannes Hirschlach)
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Bahn hofft auf weniger Konflikte unter Alkoholeinfluss

Ein generelles Alkoholverbot in allen DB-Zügen gibt es bisher nicht. Davon ist in den aktuellen Äußerungen von Palla auch bislang keine Rede. Dafür ist Rauchen in Zügen grundsätzlich untersagt. Auf Bahnhöfen wiederum ist Rauchen nur in gekennzeichneten Raucherbereichen erlaubt.

Die Deutsche Bahn verspricht sich von einem Alkoholverbot mehr Sicherheit und weniger Streitigkeiten unter Alkoholeinfluss. Entsprechende Erfahrungen hat sie unter anderem am Hauptbahnhof Hamburg gemacht. Nachdem der Konsum von Alkohol dort im April 2024 verboten worden war, ging die Zahl der Konflikte und Auseinandersetzungen spürbar zurück. Das Sicherheitsgefühl für Reisende habe sich verbessert, zudem sei der Reinigungsaufwand zurückgegangen, hieß es damals in einer ersten Bilanz.

Der Täter war erst 17 Jahre alt. (Archivbild: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
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Auch am Bahnhof Ansbach soll künftig ein Alkoholverbot gelten. (Foto: Manfred Blendinger)
Auch am Bahnhof Ansbach soll künftig ein Alkoholverbot gelten. (Foto: Manfred Blendinger)
Auch am Bahnhof Ansbach soll künftig ein Alkoholverbot gelten. (Foto: Manfred Blendinger)

Von dpa/hir
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