Auf Du und Du mit EM-Star Felix Wolter | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.06.2024 16:00

Auf Du und Du mit EM-Star Felix Wolter

Drei erfolgreiche Stabhochspringer und Zehnkämpfer: Jakob Sand (links) und Matias Neutzler (rechts) vom TSV Ansbach mit dem EM-Teilnehmer Felix Wolter. (Foto: Erich Grau)
Drei erfolgreiche Stabhochspringer und Zehnkämpfer: Jakob Sand (links) und Matias Neutzler (rechts) vom TSV Ansbach mit dem EM-Teilnehmer Felix Wolter. (Foto: Erich Grau)
Drei erfolgreiche Stabhochspringer und Zehnkämpfer: Jakob Sand (links) und Matias Neutzler (rechts) vom TSV Ansbach mit dem EM-Teilnehmer Felix Wolter. (Foto: Erich Grau)

260 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt trafen sich in Gräfelfing zum dreitägigen Stabhochsprung-Festival „Touch the Clouds“. Der TSV Ansbach war mit Matias Neutzler und Jakob Sand vertreten, die eine Ausnahmestimmung zu Bestleistungen nutzten.

Der angekündigte Dauerregen veranlasste den Veranstalter zu einer Weltpremiere. Eine der großen Stabhochsprung-Anlagen wurde in zwei Tagen und Nächten vom Freigelände in die Dreifachhalle getragen, ein Einstichkasten präpariert, Tartanläufer zum Anlauf mit Spikes aus ganz Bayern zusammengesammelt und Ständer von bis zu sechs Metern Höhe fest verankert. Auch die Technik zur Liveübertragung mit Auswertungscomputern, Musikanlagen und vielem mehr wanderte in die Halle.

Vom TSV Ansbach waren der 16-jährige Matias Neutzler und der 14-jährige Jakob Sand gemeldet. Neutzler wurde als Bayerischer Vizemeister seiner Altersklasse in ein namhaftes Feld einsortiert, zu dem auch der 8299-Punkte-Zehnkämpfer Felix Wolter gehörte. Der 27-Jährige vom TSV Gräfelfing, der derzeit in den USA promoviert und trainiert, hält in Ansbach den Stadionrekord von 4,70 m und vertritt Deutschland am 10. und 11. Juni bei der Leichtathletik-EM in Rom im Zehnkampf.

Die Länge des Stabes reicht nicht mehr

Neutzler fühlte sich in dieser Startergruppe und der aufgeheizten Festivalstimmung extrem wohl. Höhe für Höhe konnte der Ansbacher auf immer härtere 4,30-Meter-Stäbe wechseln. Die 3,85 m und die Bestleistung von 4,00 m gelangen souverän im ersten Versuch. Für 4,11 m reichte dann die Stablänge nicht mehr, womit er jetzt auch 4,45-Meter-Stäbe eintrainieren muss.

Jakob Sand wollte im Stabhochsprung seine dritte Landeskadernorm nach 100-m-Sprint und Weitsprung einsammeln. Die Technikverbesserung des Ansbachers während der Pfingstferien imponierte den Landestrainern ebenso wie seine vielversprechende Athletik. Bei 3,21 m war erstmals eine neue Bestleistung übersprungen, auch die 3,31 m meisterte er im ersten Versuch. Dann die 3,41 m: Erst gerissen, da die steilere Flugkurve eine Anpassung der Ständertiefe nötig machte. Zehn Zentimeter näher an den Einstichkasten brachten eine perfekte Justierung und einen sauberen Sprung über 3,41 m. Damit war die Kadernorm geschafft. Zudem belegt Sand nun Rang fünf in der Deutschen M14-Bestenliste und Platz eins in Bayern.


Von Erich Grau
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