Autobahnen in der Region: Hier gibt es die meisten Staus | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 06.02.2024 14:09

Autobahnen in der Region: Hier gibt es die meisten Staus

Die Zahl der Staus auf Autobahnen ist in 2023 gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Das ergibt eine Auswertung des ADAC, der für Bayern 955 Schwerpunkte ermittelt hat. Die liegen vor allem auf der A99 bei München und der A3 bei Nürnberg. Auch Westmittelfranken taucht auf vorderen Plätzen auf.

In Summe ergaben sich in Bayern im Jahr 2023 über 65.000 Stunden Stau und stockender Verkehr auf einer Gesamtlänge von rund 165.000 Kilometern, so der ADAC. Erklären lasse sich der Anstieg von gut 18 Prozent gegenüber 2022 mit winterlichen Straßenverhältnissen Ende November/Anfang Dezember. Durch einen starken Wintereinbruch ergaben sich da in Südbayern alleine 14.600 Staukilometer. Auch die drei schlimmsten Stau-Tage (1., 2. und 5. Dezember) fallen in diesen Zeitraum.

Über 1600 Stunden Stau am Kreuz Fürth/Erlangen

Acht der zehn stauanfälligsten Autobahnen im Freistaat liegen in Südbayern, so der ADAC, aber der zweitstaureichste Abschnitt lag in Mittelfranken auf der A3 zwischen der Anschlussstelle Erlangen-Frauenaurach und dem Kreuz Fürth/Erlangen. Hier staute es sich auf insgesamt 3568 Kilometern bei einer Dauer von 1624 Stunden (Platz 3 bei der Staudauer).

In der Gegenrichtung sieht es hier nicht anders aus. Und auch im weiteren Verlauf taucht die A3 in beiden Fahrtrichtungen weit vorne auf. Das spürt man auch am Rande Westmittelfrankens, denn die A3 verläuft knapp nördlich des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim.

Nahe Burghaslach zwischen den Auffahrten Schlüsselfeld und Höchstadt-Nord, also Richtung Nürnberg, liegt mit 500 Staustunden auf Rang 23 in Bayern. Bei 864 Staus wurden 1785 Staukilometer gemessen. In der Gegenrichtung nach Würzburg waren es 123 Stunden Stau (Platz 103), ein Stück weiter zwischen Schlüsselfeld und Geiselwind 95 Stunden (Platz 150).

Bereich um Neuendettelsau auf Platz 30 in Bayern

Für den Landkreis Ansbach sehr bedeutend ist die A6. Ganz vorne liegt hier der Bereich zwischen Schwabach-West und Neuendettelsau in Fahrtrichtung Westen/Heilbronn. 417 Stunden Stau katapultierten diesen Abschnitt auf Rang 30 in Bayern und Platz 1 in Westmittelfranken. Bei 321 Staus ergaben sich hier 1167 Kilometer Stillstand.

Folgt man dem A6-Verlauf weiter in Richtung Westen gibt es weitere Schwerpunkte. Lichtenau-Ansbach kommt mit 187 Stunden auf Platz 69, Ansbach-Herrieden mit 59 Stunden noch auf Rang 221.

Schwerpunkt am Kreuz der A6 mit der A7

Dann nimmt das Verkehrsaufkommen wieder zu. Zwischen dem Kreuz Feuchtwangen/Crailsheim und der Abfahrt Schnelldorf wurden 194 Staustunden gezählt (Rang 65). Auffällig ist hier, dass es mit 559 Staus, die sich auf 914 Kilometer summierten, sehr viele, aber verhältnismäßig kurze Stauungen gab. Der Bereich zwischen Schnelldorf und Crailsheim kommt auf 247 Stunden (Rang 48) für 919 Kilometer.

Knapp nicht mehr in die Top-100 hat es die A7 geschafft. Zwischen den Anschlussstellen Rothenburg und Wörnitz in Fahrtrichtung Süden gab es 125 Stunden (Platz 102) und insgesamt 500 Kilometer Stau. Zwischen Feuchtwangen-West und Dinkelsbühl/Fichtenau wurden 123 Stunden (Platz 104) und, vergleichsweise wenige, 216 Kilometer gezählt.

Freie Fahrt bei Bad Windsheim

Der ruhigste Autobahn-Abschnitt Westmittelfrankens liegt laut Statistik offenbar auf der A7 rund um die Anschlussstelle Bad Windsheim (bei Endsee). In Fahrtrichtung Süden gab es zwischen Uffenheim-Langensteinach und Bad Windsheim 16 Stunden Stau, zwischen Bad Windsheim und Rothenburg 15 Stunden. Die Gegenrichtung (nach Würzburg) taucht in der Statistik der 955 Stauschwerpunkte gar nicht auf.

In ganz Deutschland gab es übrigens 427.000 Stunden Stau, laut ADAC eine knapp 30-prozentige Steigerung zum Jahr 2022 (333.000 Stunden). 2019 waren es noch rund 521.000 Staustunden. Für 2024 rechnet der ADAC mit steigendem Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen, womit es weiter in Richtung der Zahlen vor Corona gehen dürfte.

Ein gewohntes Bild auf der A6: Stau, hier nach einem Unfall bei Aurach. (Foto: Jim Albright)
Ein gewohntes Bild auf der A6: Stau, hier nach einem Unfall bei Aurach. (Foto: Jim Albright)
Ein gewohntes Bild auf der A6: Stau, hier nach einem Unfall bei Aurach. (Foto: Jim Albright)
north