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Veröffentlicht am 25.01.2026 14:52, aktualisiert am 30.01.2026 16:30

Bahn sperrt Knoten Ansbach tagelang komplett: Bauphase um mehrere Tage verlängert

Der Bahnhof Ansbach wird für die Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks gesperrt. Das bedingt Zugausfälle. (Archivbild: Jonas Volland)
Der Bahnhof Ansbach wird für die Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks gesperrt. Das bedingt Zugausfälle. (Archivbild: Jonas Volland)
Der Bahnhof Ansbach wird für die Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks gesperrt. Das bedingt Zugausfälle. (Archivbild: Jonas Volland)

Der neuerliche Versuch der Deutschen Bahn (DB), ihr elektronisches Stellwerk in Ansbach komplett in Betrieb zu nehmen, beschert Fahrgästen in Westmittelfranken für einige Tage schwere Beeinträchtigungen. Wie sich am Freitag, 30. Januar, zeigte, dauern die Bauarbeiten länger an als geplant.

Das Stellwerk sollte eigentlich bereits im Oktober ans Netz gehen, allerdings kam es dabei zu Anbindungsproblemen. Die Totalsperre des Bahnknotens Ansbach lief zumindest in dieser Hinsicht zu diesem Zeitpunkt ins Leere. Nun soll ein neuer Versuch alles richten – allerdings ist auch hierfür eine komplette Sperrung der Bahnstrecken im Raum Ansbach erforderlich.

Verlängert sich die Sperrung der Bahnstrecken?

Die Baumaßnahmen sollten eigentlich vom 28. Januar bis zum 4. Februar anhalten. Nun bestätigt die Bahn auf Nachfrage der FLZ-Redaktion, dass die Bauarbeiten bis zum frühen Morgen des 7. Februars andauern werden. Als Grund nennt die Bahn „technische Neuentwicklungen, die den Abnahme- und Zulassungsprozess noch aufwendiger gestalten.” Die Sicherheit stünde stets an oberster Stelle.

In diesem Zeitraum sind zwei Strecken an einigen Tagen gesperrt:

  • Würzburg–Ansbach–Treuchtlingen (kein Zugverkehr im Abschnitt Steinach–Gunzenhausen)
  • Nürnberg–Ansbach–Crailsheim (kein Zugverkehr im Abschnitt Wicklesgreuth–Dombühl)
Das Stellwerk in Ansbach besteht seit den 1960ern. Nun wird es durch ein Elektronisches Stellwerk ersetzt. (Foto: Johannes Hirschlach)
Das Stellwerk in Ansbach besteht seit den 1960ern. Nun wird es durch ein Elektronisches Stellwerk ersetzt. (Foto: Johannes Hirschlach)

Ende einer Bahn-Ära in Ansbach: Altes Stellwerk weicht moderner Technik

Im Februar will die Deutsche Bahn ihr Elektronisches Stellwerk (ESTW) endlich in Betrieb nehmen. Warum das den Zugverkehr ändert – und wie Reisende profitieren.

Am Donnerstag teilte die Deutsche Bahn per Fahrgastinformation jedoch mit, dass die Ersatzfahrpläne für die S-Bahn-Linie 4 bis zum frühen Morgen des 7. Februar gelten sollen – und damit um drei Tage verlängert.

AuchAverio Bayern sowie Averio Baden-Württemberg bestätigen, dass der Ersatzschienenverkehr bis zum 6. Februar fortgesetzt wird. Dies teilten die Unternehmen der FLZ im Telefongespräch mit.

Damit ergibt sich zum Status Quo (Stand: 30. Januar, 16 Uhr) folgende Übersicht:

Bahnstrecke Nürnberg–Ansbach–Stuttgart (S4, RE90)

Nach Angaben der DB verkehrt die S4 auf der Strecke Nürnberg–Ansbach–Crailsheim nicht immer durchgängig. Seit Donnerstagnachmittag, 29. Januar, fallen die S-Bahnen zwischen Wicklesgreuth und Ansbach sowie weiter nach Crailsheim komplett aus. Hier sollen Busse den Zugverkehr ersetzen.

Seit Freitag steht fest: Die Streckensperrungen werden länger als bis zum 3. Februar andauern. In neuen Fahrplänen der DB ist von einer Verlängerung der Ersatzverkehre bis zum frühen Morgen des 7. Februar die Rede.

Der geänderte Fahrplan für die S4 ist an dieser Stelle hinterlegt.

Auch der RE90 (Nürnberg–Stuttgart) von Arverio kann nicht auf ganzer Strecke verkehren. Er endet aus Stuttgart kommend seit Donnerstagnachmittag, 29. Januar, stets in Dombühl. Zwischen Dombühl und Nürnberg besteht Schienenersatzverkehr per Bus.

Ersatzfahrpläne für Arverio finden sich auf der Website des Nahverkehrsbetreibers.

Bahnstrecke Würzburg–Ansbach–Treuchtlingen (RE80)

Nach der Fahrplanauskunft des privaten Zugbetreibers Arverio fährt der RE80 (Würzburg–Treuchtlingen) vom 28. Januar bis einschließlich 6. Februar nur zwischen Treuchtlingen und Gunzenhausen sowie zwischen Steinach und Würzburg. Der mittlere Abschnitt wird von Ersatzbussen befahren. Zeitweise fährt der Schienenersatzverkehr auch bis Würzburg durch.

Den aktualisierten Fahrplan finden Sie hier.

Fernverkehr entfällt auf beiden Strecken

Wegen der Bauarbeiten entfallen im Zeitraum der Totalsperrung auch die Fernverkehrsverbindungen im Knoten Ansbach, also die IC-Linie 61 sowie die ICEs mit Halt in Ansbach. Letztere werden großräumig zwischen München und Würzburg über Nürnberg umgeleitet.

Die S-Bahn, hier am Bahnhof in Ansbach, ist das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Westmittelfranken. Beim geplanten Ausbau des Netzes sollten auch batterieelektrischen Züge zum Einsatz kommen, fordert der Verkehrsclub Deutschland.  (Foto: Thomas Schaller)
Die S-Bahn, hier am Bahnhof in Ansbach, ist das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Westmittelfranken. Beim geplanten Ausbau des Netzes sollten auch batterieelektrischen Züge zum Einsatz kommen, fordert der Verkehrsclub Deutschland.  (Foto: Thomas Schaller)

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Bahnstrecke Nürnberg–Neustadt/Aisch (S6)

Viele Umleiterzüge, die nicht nur den Fernverkehr, sondern auch den Güterverkehr betreffen, fahren in dieser Zeit auf der Strecke Nürnberg–Würzburg. Um dort Platz zu schaffen, lässt die Bahn wie schon seit einigen Wochen jede zweite S-Bahn der Linie S6 (Nürnberg–Neustadt/Aisch) ausfallen. Diese Maßnahme gilt noch bis 6. Februar.

Der Ersatzfahrplan ist hier zu finden.


Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
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