Bis zu 36 Grad an Land - und in Lack und Leder gefühlt noch mehr: Am heißesten Tag des Jahres hat das ausverkaufte „Torture Ship“ wieder auf dem Bodensee in Friedrichshafen abgelegt. Die Gäste mussten sich auf tropische Temperaturen einstellen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte mit 36 Grad im Schatten gerechnet. In den teils sehr aufwendigen und engen Outfits der Passagiere dürfte es noch deutlich heißer werden. „Es ist extrem heiß“, sagt ein 60-jähriger Schweizer. Es sei trotzdem wunderbar.
Veranstalter Thomas Siegmund hatte besondere Vorkehrungen getroffen, um es den Passagieren angenehmer zu machen „Ich habe mobile Duschen besorgt, damit die Leute ihren Kopf unter das Wasser halten können“, sagte er. Ein paar Menschen hätten wegen der Hitze ihre Fahrkarten storniert. Die Warteliste sei aber so lang gewesen, dass es genug Nachrücker gegeben habe.
Das Boarding startete am Abend bei den vorhergesagten rund 36 Grad. Schaulustige sahen sich Treffen der deutschen und internationalen Fetisch-Szene am Hafen an, das jährlich stattfindet. „Für mich wäre das bei der Hitze nichts“, sagte ein Mann. Das Schiff fährt nach Konstanz und wieder zurück. Auch dort sorgen die Passagiere regelmäßig für großes Aufsehen.
An Bord gibt es verschiedene Bars und Verkaufsstände. Ein Darkroom wurde schon vor Jahren untersagt. Sex steht auf dem Boot nicht im Vordergrund, wie Gäste und Veranstalter betonten.
Den Latex- und Leder-Dampfer gibt es schon seit 1997. Rund 450 Menschen waren laut Veranstalter an Bord. Ein Ticket kostete in diesem Jahr 78 Euro. Schon im vergangenen Jahr hatte das Schiff bei mehr als 30 Grad abgelegt.
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