Belastungskreislauf Psyche und Herz: So durchbrechen Sie ihn | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.04.2026 11:06

Belastungskreislauf Psyche und Herz: So durchbrechen Sie ihn

Die psychische Gesundheit ist eng mit der Herzgesundheit verbunden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Die psychische Gesundheit ist eng mit der Herzgesundheit verbunden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Die psychische Gesundheit ist eng mit der Herzgesundheit verbunden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Herzkrankheiten wirken sich nicht nur körperlich aus, sondern können auch die Psyche erheblich belasten. Darauf weist die Stiftung Gesundheitswissen im Vorfeld der European Mental Health Week hin. 

Körperliche Symptome wie Brustschmerz und Atemnot seien oft auch mit Ängsten verknüpft. Nach einer Diagnose müssten sich viele Betroffene einer neuen Lebenssituation stellen, etwa wegen Einschränkungen im Alltag oder Beruf. Das könne seelische Anpassungsprobleme zur Folge haben - im Extremfall auch psychische Erkrankungen mit unter anderem folgenden Symptomen:

• anhaltende Ängste

• Vermeidung von Anstrengung aus Angst vor Beschwerden

• Angst vor Nebenwirkungen der Medikamente

• wiederkehrende Sorgen aufgrund der Krankheit

• Konzentrations- und Schlafprobleme

Generell ist die psychische Gesundheit eng mit der Herzgesundheit verbunden, so die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Eine Depression oder andere psychische Störungen gelten nicht nur als Risikofaktor für die Entstehung einer Herzerkrankung, sie können auch deren Verlauf negativ beeinflussen.

Was können Betroffene tun, um einen solchen Teufelskreis zu vermeiden?

Fachleute raten:

  • Ängste ansprechen: Wer anhaltende Sorgen oder Niedergeschlagenheit über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen bemerkt, sollte das bei behandelnden Medizinern offen ansprechen, etwa in der Kardiologie oder in der Hausarztpraxis. Sie können Behandlungsbedarf feststellen und Psychotherapie empfehlen.
  • In Bewegung bleiben: Körperliche Aktivität wirkt sich günstig auf die Herzgesundheit aus. Schon leichte, ärztlich abgestimmte Bewegung kann also helfen, Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen, die Stimmung zu verbessern und Stress abzubauen.
  • Stress gezielt reduzieren: Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation oder sanftes Yoga können helfen, den Körper zu beruhigen, ebenso progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder autogenes Training. Um herauszufinden, was einem persönlich am besten hilft, rät die Deutsche Herzstiftung: ausprobieren.
  • Austausch suchen: Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen und sich weniger allein zu fühlen. Gruppen in der Nähe findet man etwa über die Webseite der Deutschen Herzstiftung (https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/leben-mit-der-krankheit/herz-selbsthilfegruppe).

© dpa-infocom, dpa:260427-930-998064/1


Von dpa
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