Es gibt so Tage: Man hängt durch, bekommt nichts gebacken und wird immer übellauniger. Und nun? Gibt es eine schnelle Lösung aus dem Dilemma? Ein Mittagsschlaf könnte einen Versuch wert sein.
„Ein Nickerchen kann unser Wohlbefinden steigern“, so Christine Blume, Psychologin und Schlafforscherin in der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ (Ausgabe B 6/26). Positive Effekte dürfe man sich aber vor allem dann erhoffen, wenn man zuletzt wenig geschlafen hat.
Und es sollte möglichst nur ein Powernap sein. Laut Blume sind 30 bis 60 Minuten ideal. Schläft man länger, besteht die Gefahr, sich danach schlaftrunken zu fühlen - das kann eher negative Effekte auf die Stimmung haben.
Und wie sieht es mit der Produktivität aus? Kommt man nach dem Nickerchen wieder besser voran, etwa bei der Arbeit? Christine Blume zufolge zeigt die Forschung, dass ein Nickerchen die geistige Leistungsfähigkeit verbessern kann. Ein Mittagsschlaf kann sich demnach zum Beispiel positiv auf Aufmerksamkeit und Gedächtnis auswirken.
Der Schlafforscherin zufolge heißt das aber nicht, dass man zwingend ein Nickerchen braucht, um produktiv zu sein. Wer kein Bedürfnis danach hat, muss auch keinen Mittagsschlaf machen.
Und: Wer einen Mittagsschlaf einlegen will, sollte darauf achten, da nicht zu spät am Tag zu tun. Empfehlenswert ist ein Schläfchen etwa nach dem Mittagessen oder am frühen Nachmittag.
Denn: Ein Nickerchen tagsüber könne den Schlafdruck abbauen und das abendliche Einschlafen erschweren, heißt es in dem Beitrag. Insbesondere Menschen mit Schlafstörungen sollten deshalb keine Powernaps nach 15 Uhr einlegen, manche verzichten besser ganz.
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