Betonbrocken auf Gleise gelegt – Zug kann nicht mehr bremsen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.04.2026 17:50

Betonbrocken auf Gleise gelegt – Zug kann nicht mehr bremsen

Bei der anschließenden Fahndung setzte die Bundespolizei auch einen Hubschrauber ein. (Symbolbild) (Foto: Boris Roessler/dpa)
Bei der anschließenden Fahndung setzte die Bundespolizei auch einen Hubschrauber ein. (Symbolbild) (Foto: Boris Roessler/dpa)
Bei der anschließenden Fahndung setzte die Bundespolizei auch einen Hubschrauber ein. (Symbolbild) (Foto: Boris Roessler/dpa)

Noch unbekannte Täter haben mehrere Betonbrocken auf Bahngleise bei Schliersee (Landkreis Miesbach) gelegt und dabei für eine beschädigte Lok und hohe Zugverspätungen gesorgt. Eine Regionalbahn habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können und die Hindernisse überfahren, teilte die Bundespolizei mit. 

Der gefährliche Vorfall ereignete sich kurz vor dem Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus auf der Bahnstrecke von Schliersee nach Bayrischzell. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen die Täter am Sonntag 16 Betonbrocken mit einem Durchmesser von etwa 20 bis 30 Zentimetern auf einer Länge von rund 70 Metern platziert haben. 

Die Räder der Regionalbahn hätten die Brocken entweder wegkatapultiert oder zermahlen. Dabei entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 50.000 Euro am Zug. Der Lokführer erlitt durch den Vorfall einen Schock. Die drei Fahrgäste kamen laut Bundespolizei mit dem Schrecken davon.

Kurz vor der Unfallstelle waren dem Lokführer den Angaben zufolge zwei junge Männer aufgefallen. Wenig später sollen diese auch am Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus aufgetaucht und von dort mit einem E-Scooter oder E-Roller in Richtung Fischbachau (Kreis Miesbach) davongefahren sein. Die Bundespolizei schließt nicht aus, dass es sich dabei um die Täter handelt. Eine in der Nacht eingeleitete Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, verlief ergebnislos.

Die betroffene Bahnstrecke war nach dem Vorfall für knapp drei Stunden gesperrt. Es entstanden Verspätungen von insgesamt 260 Minuten. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

© dpa-infocom, dpa:260427-930-390/1


Von dpa
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