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Veröffentlicht am 07.10.2026 16:23

BN-Kreisgruppe Ansbach warnt vor Einsatz: Zurück zur Handarbeit statt Laubbläser

Herbstzeit ist Laubzeit. Immer mehr Menschen greifen zum Laubbläser um Wege und Wiesen von den alten Blättern zu befreien. Doch der Einsatz ist schädlich, warnt der BN. (Foto: Kai Pilger)
Herbstzeit ist Laubzeit. Immer mehr Menschen greifen zum Laubbläser um Wege und Wiesen von den alten Blättern zu befreien. Doch der Einsatz ist schädlich, warnt der BN. (Foto: Kai Pilger)
Herbstzeit ist Laubzeit. Immer mehr Menschen greifen zum Laubbläser um Wege und Wiesen von den alten Blättern zu befreien. Doch der Einsatz ist schädlich, warnt der BN. (Foto: Kai Pilger)

Laubbläser und Laubsauger verursachen Lärm, wirbeln Staub und Mikroorganismen auf und können Kleintieren schaden. Die BN-Kreisgruppe Ansbach empfiehlt: Laub möglichst liegen lassen und ansonsten zu Besen, Rechen oder Harke greifen.

Die Kreisgruppe Ansbach des BUND Naturschutz in Bayern appelliert zum Beginn der herbstlichen Laubsaison, auf Laubbläser und Laubsauger möglichst zu verzichten. „Laubbläser machen viel Lärm und wirbeln Staub, Pollen, Pilzsporen und Mikroorganismen auf. Vor allem aber können sie Insekten, Spinnen und andere Kleintiere aus ihren Rückzugsorten entfernen oder verletzen. Wer stattdessen zu Besen und Harke greift, schützt Mensch und Natur“, erklärt Paul Beitzer, Vorstandsvorsitzender der BN-Kreisgruppe Ansbach. Besonders problematisch sind Laubsauger, die Insekten, Spinnen, Asseln, Regenwürmer und andere bodenlebende Tiere aufnehmen und diese je nach Gerätetyp sogar häckseln.

Lieber liegen lassen und dem Boden Gutes tun

„Laub ist kein Abfall, sondern ein wichtiger Teil des natürlichen Kreislaufs“, betont Beitzer. „Unter Bäumen und Sträuchern oder auf Beeten sollte es deshalb möglichst liegen bleiben. Die Laubschicht bietet vielen Tieren Nahrung und Schutz, bewahrt den Boden vor Austrocknung und Temperaturschwankungen und führt ihm bei der Zersetzung wieder Nährstoffe zu. Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke sind zudem wertvolle Winterquartiere für Kleintiere oder Igel.“ Wo Laub aus Sicherheitsgründen entfernt werden muss, etwa auf Wegen, Treppen oder Terrassen, empfiehlt der BN, Besen, Rechen oder Harke zu benutzen.

Auch die Lärmbelästigung durch Laubbläser und Laubsauger ist ein großes Problem. Die Geräte erreichen Schallpegel von etwa 90 bis 120 Dezibel, dies ist mit einem Presslufthammer zu vergleichen. Grundsätzlich dürfen Laubbläser daher nur werktags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr eingesetzt werden. Messungen haben zudem gezeigt, dass der Einsatz von Laubbläsern auf trockenen, befestigten Flächen eine etwa sechs- bis zehnmal höhere kurzfristige Feinstaubbelastung bedeutet, als beim Kehren mit einem Besen.

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