Zwischenzeitlich lag bei der Auszählung in Markt Nordheim Karin Schirmer sogar vor Jürgen Dierauff. Doch am Ende landete er dank der Briefwähler mit 48,6 Prozent knapp vor seiner Herausforderin Schirmer (46,4). Die Wahlbeteiligung liegt bei sensationellen 94 Prozent.
„Ich nehm' das Ergebnis einfach so auf”, sagt der knappe Sieger Jürgen Dierauff aus Herbolzheim nach dem Ende der Auszählung. Er sei weder himmelhoch jauchzend noch zu Tode betrübt, dazu sei er schon zu lange im politischen Geschäft. Das wäre vor 20 Jahren noch anders gewesen, meint er. „Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen”, signalisiert er schon einmal mit Blick auf die anstehenden Stichwahlen. Für die will er noch einmal seine Stärken unterstreichen: Als BBV-Kreisobmann verfügt er schon über die nötigen Kontakte zu den Behörden und: „Ich kann im öffentlichen Raum auftreten.”
Karin Schirmer aus Markt Nordheim äußert in einer ersten Reaktion, das Ergebnis sei ein Stück weit so zu erwarten gewesen. „Ich muss mich halt in den nächsten zwei Wochen noch einmal um die Wähler und Wählerinnen bemühen”, sagt sie. Angesichts dessen, dass sie sich vor allem in Ulsenheim erst noch habe bekanntmachen müssen, zeigte sie sich aber nicht unzufrieden. In diesem Ortsteil lag sie sogar vor dem Herausforderer Dierauff.
Claus Merz aus Ulsenheim reagiert auf die Frage „Haben Sie mehr erwartet?” mit einem Lachen. Er landete mit fünf Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz. „Mehr befürchtet”, korrigiert er. Er kommentiert das Ergebnis schon fast wie ein Außenstehender: Interessant sei die Abweichung des Resultats zwischen der Briefwahl, wo Dierauff mit 53 Prozent vorn lag, und den Stimmabgaben an den Wahlurnen, wo Schirmer einen Vorsprung hatte – ebenfalls mit 53 Prozent. Der Markt Nordheimerin bescheinigt er einen engagierten und motivierten Wahlkampf. Eine Wahlempfehlung will er aber nicht geben.
Enorm hoch ist die Wahlbeteiligung in Markt Nordheim: 94 Prozent. Damit dürfte die Gemeinde Markt Nordheim wie in der Vergangenheit auch wieder eine der Anwärterinnen auf einen Spitzenplatz in Sachen Wahlbeteiligung sein.
Im Gemeinderat haben alle vier angetreteten Listen jeweils vier Sitze errungen. Dabei handelt es sich um diese Personen: