Gemeinderat Dombühl: Drei Mitglieder verabschiedet und geehrt | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 05.05.2026 14:28

Gemeinderat Dombühl: Drei Mitglieder verabschiedet und geehrt

Gerhard Maurer (Mitte) gehörte dem Gremium von 2014 bis 2026 an, Pia Grimmeisen-Haider von 2008 bis 2014 und von 2020 bis 2026. Verabschiedet wurden die beiden von Bürgermeister Jürgen Geier. Gemeinderat Dr. Manfred Albrecht, der seit 2008 Mitglied war, konnte an der Sitzung nicht teilnehmen. (Foto: Margit Schwandt)
Gerhard Maurer (Mitte) gehörte dem Gremium von 2014 bis 2026 an, Pia Grimmeisen-Haider von 2008 bis 2014 und von 2020 bis 2026. Verabschiedet wurden die beiden von Bürgermeister Jürgen Geier. Gemeinderat Dr. Manfred Albrecht, der seit 2008 Mitglied war, konnte an der Sitzung nicht teilnehmen. (Foto: Margit Schwandt)
Gerhard Maurer (Mitte) gehörte dem Gremium von 2014 bis 2026 an, Pia Grimmeisen-Haider von 2008 bis 2014 und von 2020 bis 2026. Verabschiedet wurden die beiden von Bürgermeister Jürgen Geier. Gemeinderat Dr. Manfred Albrecht, der seit 2008 Mitglied war, konnte an der Sitzung nicht teilnehmen. (Foto: Margit Schwandt)

Die Marktgemeinde Dombühl entwickelt sich weiter. „Am Kirchbuck II“ wird ein neues Bebauungsgebiet ausgewiesen. Im Rahmen dieser Erschließung wird der Friedhofweg neu gebaut. Auch die Kloster Sulzer Straße wird erneuert, ein Geh- und Radweg parallel angelegt und die Kanal- und Wasserleitungen werden saniert.

Hierzu wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst. Die Kostenschätzung für die Erneuerung der Wasserleitung liegt bei 475.000 Euro, für den Rad- und Gehweg bei 200.000 Euro. Für den Kanal liegen aktuell noch keine Zahlen vor. Der Landkreis Ansbach wird über die Maßnahme informiert, da es sich um eine Kreisstraße handelt, für die der Landkreis unterhaltspflichtig ist.

Noch sind Zuschüsse möglich

Bürgermeister Jürgen Geier erklärte, es sei notwendig, die Kloster Sulzer Straße vor dem umfangreichen Neubau der Bahnhofstraße, der Frankenstraße und der Rosenau zu sanieren. Lediglich die Platzgestaltung im Bereich der Schule und der Bahnhofstraße müsse möglicherweise vorgezogen werden, um Zuschüsse aus der ELER-Förderung – dem europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes – zu generieren. Noch könnte man Zuschüsse bekommen, so Geier, ob das Förderprogramm verlängert werde, sei nicht bekannt.

Im Zuge der Erschließung „Am Kirchbuck II“ wird der Friedhofweg von der Alleestraße bis auf die Höhe des „Spielplatz Lindenstraße“ voll ausgebaut: Die Breite soll 5,50 Meter betragen, der Gehweg 1,50 Meter. Man wolle die Förderfähigkeit der Ausbaumaßnahmen prüfen, so Geier. Einstimmig folgte der Gemeinderat der Beschlussvorlage.

26 Bauplätze im Angebot

Zunächst uneins war man sich über die Straßennamen, die im Neubaugebiet „Am Kirchbuck II“ vergeben werden sollen. 26 Bauplätze sind ausgewiesen und sollen zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden, je nach Lage. Zwei Baugrundstücke sind für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Den ursprünglich vorgeschlagenen Verkaufspreis von 190 Euro pro Quadratmeter wollte der Marktgemeinderat so nicht hinnehmen. Es handele sich bei dem Bebauungsgebiet um ein Filetstück, da seien 200 Euro pro Quadratmeter für diese Grundstücke durchaus angemessen.

Bei allen anderen Baugrundstücken beschlossen die Ratsmitglieder einen um fünf Euro höheren Quadratmeterpreis als ursprünglich veranschlagt, also 150, 145 und 140 Euro. Dies spüle etwa 100.000 Euro in die Gemeindekasse, so Pia Grimmeißen-Haider, die man in der Gemeinde investieren könnte, zum Beispiel für die Kinder.

Der alte Flurname „Bückleinspeint“ soll für alle 26 Grundstücke verwendet werden, Vorschläge wie „Glockenweg“, „Im Kirchblick“, „Im Schönblick“, „Heinrich-Merklein-Straße“ nach einem ehemaligen Pfarrer oder „Christoph-Friedrich-Dettelbach-Straße“ nach einem ehemaligen Lehrer wurden verworfen: Bei letzterem sei der Straßenname länger als der ganze Stich, so ein Gemeinderatsmitglied.

Erfreulich sei, dass ab 1. September im zweiten Obergeschoss des Bahnhofsgebäudes eine therapeutische Praxis einziehe. Die zu vermietenden 77 Quadratmeter werden jetzt endausgebaut, es wird gefliest, gestrichen und der Laminatboden verlegt. Etwa 45.000 Euro zuzüglich Nebenkosten werden hierfür veranschlagt.

Urkunden und ein Geschenk

Abschließend verabschiedete Bürgermeister Jürgen Geier zwei mittlerweile ausgeschiedene Gemeinderatsmitglieder mit einer Urkunde und einem Regional-Geschenk-Arrangement. Gerhard Maurer gehörte dem Gremium von 2014 bis 2026 an. Maurer sei immer mit gesundem Menschenverstand an alle Entscheidungen herangegangen, das habe er sehr geschätzt, so Geier. Ökologische und soziale Themen habe Pia Grimmeißen-Haider immer wieder ins Gespräch gebracht, dafür danke er ihr sehr. Pia Grimmeisen-Haider gehörte dem Ratsgremium von 2008 bis 2014 und von 2020 bis 2026 an.

In Abwesenheit dankte Geier Dr. Manfred Albrecht, der seit 2008 Mitglied war. Er hatte zeitgleich einen Termin in München mit der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach. Dr. Albrecht hatte noch die Errichtung einer Postfiliale in Dombühl angeregt. Geier verwies auf die verpflichtende interkommunale Ratssitzung: Diese findet am 15. Juni um 18.30 Uhr in Herrieden-Schernberg statt. Zehn Kommunen mit ihrem neugewählten Gemeinderat treffen sich dort zum Austausch.

north