Ein gefährlicher Vorfall im Gleisbereich des Ansbacher Bahnhofs hat am Montagabend, 9. März, zu einem Polizeieinsatz geführt, bei dem die Polizeikräfte nach einer Rettungsmaßnahme noch massiv bedroht wurden. Darüber informierte die Bundespolizei nun in einer Erklärung.
Gegen 20.20 Uhr erhielt die Bundespolizei in Ansbach die Meldung über eine im Abstellgleis liegende Person. Eine Streife entdeckte dort einen Mann, der regungslos im Gleisbett lag. Die Einsatzkräfte holten ihn unverzüglich aus der Gefahrenzone und brachten ihn zur weiteren Überprüfung auf den Bahnsteig.
Dort schlug die Stimmung des mittlerweile wieder ansprechbaren Mannes aber schlagartig um, heißt es in der Mitteilung. Der wohnsitzlose 56-Jährige reagierte aggressiv seinen Rettern gegenüber, beleidigte die Beamten und sprach mehrere Drohungen aus. Weil die Bundespolizisten Verletzungen durch einen Sturz nicht ausschließen konnten, forderten sie den Rettungsdienst zur medizinischen Begutachtung an. Dieser stellte jedoch keine körperlichen Schäden fest. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,24 Promille.
Aufgrund seines unberechenbaren Verhaltens und des hohen Alkoholisierungsgrades wurde der Mann in Absprache mit der Polizeiinspektion Ansbach laut der Mitteilung zur Unterbringung in eine Fachklinik eingewiesen. Die Bundespolizei hat gegen den 56-Jährigen Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Beleidigung eingeleitet.