Matchwinner Kevin Volland freute sich nach dem nächsten Sieg des TSV 1860 München auf ein Kölsch. „Man nimmt es an, wie es ist und passt sich an wie ein Chamäleon“, sagte Volland nach dem 1:0 der „Löwen“ bei Viktoria Köln. Der 33-Jährige nutzte die Auswärtsreise gleich zum Besuch seiner Schwester, die laut ihm in der Domstadt wohnt. Rund einem Dutzend ganz persönlicher Fans konnte Volland im Stadion zuwinken.
„Wenn wir gewinnen, können sie den einen oder anderen Kölschkranz trinken“, sagte der gut gelaunte Offensivspieler bei Magenta Sport. Die „Löwen“ feierten durch das 1:0 (1:0) den fünften Sieg nacheinander und machten in der 3. Fußball-Liga im Aufstiegsrennen weiter Boden gut.
„Ich glaube, die Verfolgersituation tut uns trotzdem gut“, sagte Volland. „Wir waren vor ein paar Spieltagen gefühlt die schlechteste Mannschaft, jeder hat uns gefühlt durch den Kakao gezogen.“ Davon ist nichts mehr zu merken. Die Münchner agieren wie ein Spitzenteam, lassen hinten wenig zu und nutzen vorne ihre Chance. „Wir arbeiten alle miteinander“, sagte der frühere Nationalspieler.
Bei seinem Siegtreffer war Volland in der 38. Minute Nutznießer eines Aussetzers von Kölns Torhüter Arne Schulz. Dieser spielte den Ball unbedrängt in die Füße von 1860-Kapitän Thore Jacobsen. Der 28-Jährige legte auf Volland ab, der sicher vollendete. Für den früheren DFB-Profi war es das vierte Saisontor.
„Im Moment haben wir einfach diesen Instinkt, keinen Gegentreffer zu bekommen und dann da zu sein“, sagte Trainer Markus Kauczinski. Er haderte mit der spielerischen Qualität beim Erfolg in Köln. „Natürlich wollen wir besser spielen, aber das geht nicht auf Knopfdruck.“
Zum vierten Mal nacheinander strapazierten die „Löwen“-Profis durch einen Sieg mit nur einem Tor Vorsprung seine Nerven gewaltig - unterm Strich stand aber der eingestellte Vereinsrekord in der 3. Liga, wie er unter Michael Köllner glückte.
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