Die erste von voraussichtlich zwei Listen der Gemeinde Dietersheim für die Kommunalwahl steht. Es handelt sich dabei um eine Listenverbindung, die von der Christlich Sozialen Union (CSU) auf der einen sowie den Freien Bürgern (FB) auf der anderen Seite eingegangen wurde.
Zur Nominierungsversammlung, die im Vereinsheim der Schützengilde in Dietersheim abgehalten wurde, konnte der CSU-Ortsvorsitzende Harald Ell insgesamt 28 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger willkommen heißen. In seinem Grußwort wies er darauf hin, dass laut Wahlgesetz, anders als in den zurückliegenden Jahren, die nominierten Kandidatinnen und Kandidaten nur noch einmal aufgeführt werden dürfen. Nicht mehr zur Verfügung stehen der bisherige dritte Bürgermeister Reiner Schemm und Thomas Billmann.
Das Ziel der gemeinsamen Liste CSU/FB ist es, dass die Nominierten zum Wohle der Gemeinde gemeinsam an einem Strang ziehen und konstruktive Sachpolitik für Dietersheim und seine Ortsteile machen wollen.
Die Regularien der CSU machten es erforderlich, dass deren Mitglieder im Vorfeld der Listenabstimmung eine Entscheidung bezüglich des Zusammenschlusses mit den Freien Bürgern treffen mussten. Wie alles an diesem Abend eine reine Formsache: Acht von acht stimmten zu, die Verbindung einzugehen.
Die Auseinandersetzung mit der elfköpfigen Liste, auf der sich mit der Beerbacherin Jana Schneider allerdings nur eine Frau wiederfindet, konnte somit in Angriff genommen werden. Mit Blick auf die Reihenfolge der Liste konstatierte Ell: „Uns ist ein guter Mix zwischen Unionskandidaten und freien Bürgern auf der einen sowie der Einbeziehung der Ortsteile auf der anderen Seite gelungen.“
Im Rahmen der Vorstellungsrunde kristallisierte sich heraus, dass die Diskussion um das Containerdorf für Flüchtlinge auf dem EKA-Gelände in Dietersheim das Interesse der jungen Menschen an der Kommunalpolitik geweckt hatte. Eine Thematik, die am Nominierungs-Abend allerdings außen vor gelassen wurde, da die Unterbringung voraussichtlich überflüssig geworden ist. Das Interesse, sich kommunalpolitisch zu engagieren, sei zumindest bei ihm geblieben, wie Julian Schütz, mit 27 Jahren einer der Jüngsten auf der Liste, anmerkte. Grund genug für ihn, für den künftigen Gemeinderat zu kandidieren.
Nach rund einer Stunde konnte der als Wahlleiter fungierende Dieter Hummel (Bad Windsheim) verkünden: „Der gemeinsame Listen-Vorschlag von CSU und Freien Bürgern der Gemeinde Dietersheim und seiner Ortsteile für die Kommunalwahlen 2026 ist ohne Abstriche angenommen.“
Die Altersangabe bezieht sich auf den Wahltag.