Mehr als 7500 Besucher hatte das KulturKino Feuchtwangen seit seiner Eröffnung im März 2022. Diese Bilanz zog Vorsitzender Hans Heinrich Unger jetzt in der Hauptversammlung, der 32 Teilnehmer – und damit fast jedes dritte Mitglied – beiwohnten.
173 Vorstellungen habe man 2023 von Januar bis Oktober angeboten, so Unger. „Das ist eine ganze Menge, und das haben wir alles ehrenamtlich gestemmt“, betonte er und deutete an, dass es Überlegungen gebe, für einen Teil der organisatorischen Arbeit im Hintergrund eine Teilzeitkraft zu suchen. Schließlich sei das Kino „ein richtiger Betrieb“, der sich beim Publikum gut etabliert habe.
Gut angenommen werde das Angebot, in Feuchtwangen wieder Filme auf großer Leinwand zu zeigen, auch bei diversen Partnern vom Landratsamt über den Kreisjugendring und die Bezirkskliniken bis zur Lebenshilfe und zum Gewerbeverein „Spitze“. Mit ihnen habe man eine Reihe von Sonderveranstaltungen organisiert, wird der Vorsitzende in einer Pressemitteilung zitiert.
Darüber hinaus erwähnte Unger den Empfang der Stadt für die 18-jährigen Feuchtwangerinnen und Feuchtwanger sowie einen Kabarettabend des FC-Bayern-Fanclubs Bayern-Bazis mit Bernd Händel. Das seien Beweise dafür, dass das von der Stadt gekaufte und sanierte Gebäude „weit mehr als Kino“ sei.
Sehr gut angekommen sei die Teilnahme an der Schulkinowoche Bayern mit elf Filmen für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen. Knapp 900 Besucher wurden hier insgesamt gezählt. Auch im kommenden Jahr werde man sich wieder daran beteiligen, so Unger. „Kassenschlager“ sei einmal mehr der jüngste Krimi aus der Eberhofer-Serie gewesen, der allein über 1000 Besucher ins Kino gebracht habe.
Im Schnitt habe man pro Vorstellung drei Dutzend Besucher, erklärte Schatzmeisterin Heidi Spanner, die von soliden Finanzen berichtete, aber auch auf die hohen Fixkosten einging, etwa für das Kassen- und Buchungssystem.
Zudem fließen rund 50 Prozent der Ticket-Erlöse an die Filmverleiher, weshalb man auf Einnahmen aus dem Getränke- und Naschwerk-Verkauf angewiesen sei, um den Betrieb kostendeckend zu finanzieren. Das KulturKino habe sich inzwischen aber bei den Verleihfirmen als solide Größe und verlässlicher Partner etabliert: „Da sind wir hoch angesehen.“
Einen erfolgreichen Auftakt habe das Filmfestival Beyond mit etwa 60 Besuchern pro Abend hingelegt, sagte Unger. Wie sich das in den nächsten Jahren weiter entwickle, werde „sehr spannend“.
Bürgermeister Patrick Ruh, selbst Mitglied im Kinoverein, würdigte den Einsatz der ehrenamtlichen Betreiber und Helfer: „Es ist toll, wie Ihr am Ball seid.“ Das Feuchtwanger Filmtheater brauche „keinen Vergleich zu scheuen mit anderen Programmkinos, bundesweit“. Der Rathauschef sagte dem Verein auch die Unterstützung des Stadtmarketings zu, um neue Zielgruppen zu erschließen.