Auch die Küche hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Früher diente sie vor allem praktischen Zwecken: Speisen zubereiten, Geschirr waschen. Heute ist die Küche Treffpunkt und Herzstück des Zuhauses. Hier wird gemeinsam geschnippelt, gerührt, gegessen und gelebt.
Eine Küchenplanung benötigt Zeit – insbesondere eine Analyse der eigenen Vorlieben, Bedürfnisse und des Budgets. Wer eine Küche plant oder renoviert, achtet auf Design, Funktion und Langlebigkeit.
Eine gute Küchenplanung beginnt dabei nicht erst mit dem Grundriss oder den räumlichen Gegebenheiten, sondern vielmehr mit den individuellen Bedürfnissen – um Lebensstil, Rituale und Eigenheiten bestmöglich zu unterstützen. Kurzum: Eine Küche muss zum Leben passen!
Ein weiterer wichtiger Faktor für Individualität ist das Design. Die Festlegung des gewünschten Stils, der Farben und der Materialkombinationen trägt wesentlich dazu bei, die „richtigen“ Küchenelemente zu finden.
Anschließend sollten die räumlichen Gegebenheiten geprüft und eine Küchenform gewählt werden. Für besonders schmale Räume eignet sich meist ein zweizeiliger Küchenaufbau, bei dem sich zwei Küchenzeilen gegenüberliegen. In kleinen Räumen bieten sich kompakte Varianten an, wie eine in L-Form angeordnete Küchenzeile.
Wer mindestens 15 Quadratmeter Platz hat, kann auch eine Küchen- oder Kochinsel integrieren. Zentral im Raum positioniert, ist sie von einer Übereck-Küche oder Standard-Küchenzeile gut zu erreichen und damit für einen effizienten Küchenalltag geeignet.
Steht die grundsätzliche Küchenaufstellung fest, können Geräte und Möbel ausgesucht werden. Neben Herd, Backofen und Kühlschrank sind ein Dunstabzug und – trotz Spülmaschine – auch ein Spülbecken unerlässlich.
Vor besonderer Herausforderung stehen Bauherren, die eine Kochinsel geplant haben, denn der Dunstabzug sollte unmittelbar in Kochfeldnähe platziert werden. Für diesen Fall gibt es Modelle, die – anstatt wie üblich an der Wand – an der Decke befestigt sind. Alternativ lassen sich Dunstabzüge in Unterbauschränke integrieren. Eine Haube über dem Kochfeld ist dabei nicht nötig.
Zu viel Stauraum hat man in der Küche nie. Bei den Planungen wird daher jeder Winkel ausgenutzt. In Unterbauschränken mit breiten Auszügen kommen Geschirr, Besteck sowie Töpfe und Pfannen unter. Raumhohe, leichtgängige Apothekerschränke bieten Platz für Vorräte. Eckschränke unterhalb der Arbeitsplatte und die Räume hinter den Sockelleisten lassen sich dank raffinierter Auszugssysteme effektiv nutzen.
Bei der Einrichtung gilt: Was häufig gebraucht wird, sollte schnell greifbar sein. Um sich nicht ständig nach Kochlöffeln zu bücken, sollten demnach in der Sockelschublade eher Backbleche und Co. verstaut werden.