Wenn in der Vorweihnachtszeit ein ganz besonderer „Baum“ in Mittelbach erstrahlt, dann wissen die Dorfbewohner: Es ist wieder Zeit für das Efeuwunder.
Seit vielen Jahren wächst an einer Straßenlaterne ein Efeu empor, der in seiner Form an einen Weihnachtsbaum erinnert – und genau dieser wird laut einer Mitteilung der Verantwortlichen jedes Jahr liebevoll mit einer Lichterkette geschmückt. Auch beleuchtete Rentierschlitten, der bei den wartenden Kindern des nahe gelegenen Bushauses besonders gut ankommt, steht am Efeu.
Der Efeu wurde 1987 auf privatem Grund als Andenken gepflanzt und wächst nun schon seit stolzen 38 Jahren. Ende November rückte das „Efeu-Team“ mit einem Teleskoplader an, um die stromsparende LED-Lichterkette mit ihren rund 1000 Lichtern sicher anzubringen. „Safety first heißt es bei uns“, betont Mitorganisator Tobias Seiferlein. „Man liest immer wieder von Unfällen bei solchen Aktionen – aber mit dem Arbeitskorb können wir die Lichterkette nicht nur gleichmäßig, sondern vor allem sicher befestigen.“
Der Höhepunkt folgt am Dienstag, 23. Dezember: Dann lädt die Efeu-Crew in die festlich geschmückte Dorfscheune von Familie Scheiderer ein. Für musikalische Stimmung sorgt ein Trompeten-Trio um Gerd Rogner, Chorleiter des Posaunenchors Elpersdorf. Auch kulinarisch wird es festlich – viele Gäste bringen Leckereien mit.
Die Veranstaltung läuft auf Spendenbasis. Jeder gibt, was er möchte. Nach Abzug der Kosten wird der Überschuss einem wohltätigen Zweck gespendet, voraussichtlich an die Aktion „Sternstunden“. „Dadurch hat das sowieso schon schöne Fest auch noch einen tollen Nebeneffekt“, freut sich Seiferlein.
Schon beim Schmücken wurde das Ereignis gebührend gefeiert – und wenn es nach den Mittelbachern geht, wird auch dieses Jahr wieder bis tief in die Nacht gemeinsam gefeiert und der Heiligabend zusammen unter Dorfbewohnern begrüßt. Mit Harald Erber haben sie dann noch ihr eigenes „Heiligabend-Geburtstags-Christkind”.