Der insolvente Deko-Händler Depot schließt bis Jahresende mindestens 27 Filialen in Deutschland. 17 davon sind bereits dichtgemacht worden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Voraussichtlich sollen auch noch weitere geschlossen werden. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hatte das Unternehmen im Juli Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.
Und wie steht es um die Filiale im Retti-Center in Ansbach? „Bis jetzt sieht es gut aus”, sagt Dirk Langhammer auf Nachfrage der FLZ. Er ist der Geschäftsführer der Langhammer Holding GmbH, die das Einkaufszentrum in der Rettistraße verwaltet. Zumindest habe bisher niemand von den Depot-Verantwortlichen eine Kündigung des hiesigen Standorts eingereicht, erklärt er.
Wie aus mehreren Medienberichten zu lesen ist, schließen in Bayern insgesamt vier Filialen. Unter anderem der Depot-Standort im mittelfränkischen Stein ist davon betroffen. Auch Schweinfurt soll auf der Streichliste stehen. Zur Filiale in der Schlachthofstraße in Rothenburg sind bislang keine Eindampfpläne bekanntgeworden.
Zur möglichen Schließung weiterer Filialen äußert sich Langhammer am Montag auf Nachfrage: „Wie das Weihnachtsgeschäft läuft, ist entscheidend.“ Einzelne Standorte könnten vielleicht bleiben, wenn sie gut durch die Weihnachtszeit kommen, schätzt er. Die Filiale in Ansbach laufe aber seines Wissens nach sehr gut.
Dazu, dass die Depot-Filiale im Retti-Center bestehen darf, sagt er: „Wir freuen uns und hoffen das Beste.” Trotzdem: Bei einem Insolvenzverfahren in Eigenregie „weiß man nicht, was dahintersteckt”, sagt Langhammer. In Fällen anderer Unternehmen habe das oft nach einem Jahr das Aus bedeutet.
Dirk Langhammer ist auch in Kontakt mit den Insolvenzverwaltern gewesen, berichtet er. Von deren Seiten gebe es bisher „keinen Bedarf zu kündigen”. Der Mietvertrag der Depot-Filiale im Retti-Center läuft auf jeden Fall „noch lange”.
Die Gries Deco Holding GmbH, zu der die Handelskette Depot gehört, hat sich bislang nicht auf die FLZ-Anfrage zur möglichen Bedrohung der Ansbacher oder Rothenburger Filiale geäußert.
Inzwischen hat Depot aber im Geschäft selbst reagiert und weist mit mehreren Schildern im Schaufenster darauf hin, dass die Ansbacher Filiale nicht zu jenen gehört, die zugesperrt werden. „Diese Filiale bleibt offen”, steht da zu lesen.