Deutsche Familie in Nepal gerettet: „Wir wären gestorben“ | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 28.08.2026 13:47

Deutsche Familie in Nepal gerettet: „Wir wären gestorben“

Manuel Münch und seine Familie überlebten die Katastrophe. (Foto: Dirk Godder/dpa)
Manuel Münch und seine Familie überlebten die Katastrophe. (Foto: Dirk Godder/dpa)
Manuel Münch und seine Familie überlebten die Katastrophe. (Foto: Dirk Godder/dpa)

Für eine vierköpfige deutsche Familie ist die Flucht vor den Wassermassen in Nepal wie durch ein Wunder glimpflich ausgegangen. Manuel Münch (37), seine nepalesische Frau und die beiden Kinder wurden nach der verheerenden Flut von der Armee gerettet und per Hubschrauber in ein Armeecamp in Battar Bazar gebracht. Dort berichtet der Vater, wie knapp die Familie einer Katastrophe entgangen ist.

„Wir wären gestorben“

Als Münch dort von den vergangenen Stunden erzählt, ist seine Erleichterung spürbar – zugleich aber auch die Angst vor dem, was hätte passieren können. Die Familie aus dem Berchtesgadener Land war nach einer Trekking-Tour gerade in Trishuli Bazar, als die Wassermassen kamen. 

Was sie rettete, war eine Planänderung: „Wenn wir unsere Trekking-Tour normal durchgeführt hätten, hätten wir an dem Tag in Syabrubesi übernachtet und wären gestorben“, sagte Münch im Armeecamp der Deutschen Presse-Agentur. Ein Hubschrauber habe die Familie später auf die andere Seite des Flusses gebracht.

Münch und seine nepalesische Frau reisen regelmäßig in das Himalaya-Land. Dieses Mal wollten die Eltern mit ihren beiden Kindern Verwandte besuchen und eine kleinere Trekking-Tour in der Langtang-Region unternehmen. Nun wollen sie nur eins: so schnell wie möglich Deutschland zurück.

Rettungshubschrauber im Dauereinsatz

Im Armeecamp herrscht derweil reger Betrieb. Ununterbrochen starten und landen Rettungshubschrauber, um Menschen aus den schwer getroffenen Gebieten zu holen. Den Helikoptern entsteigen einzelne Gerettete, ganze Familien und Gruppen wie Schulklassen oder Arbeiter zerstörter Wasserkraftanlagen. Manche sind sichtlich verletzt, andere wirken erschöpft und verstört nach den Stunden in der Katastrophenregion.

Die nepalesische Armee brachte die meisten Geretteten anschließend in Sammelunterkünfte. Auch die Familie Münch sollte mit einem Auto nach Kathmandu gebracht werden, von wo aus sie ihre Rückreise nach Deutschland antreten kann.

© dpa-infocom, dpa:260828-930-596694/1


Von dpa
north